Eurokurs wenig verändert - Türkische Lira fällt auf Rekordtief =

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1718 (Montag: 1,1781) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8534 (0,8488) Euro.

Die ungewohnte politische Unsicherheit in Deutschland nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche konnte den Eurokurs nicht weiter unter Druck setzen. "So ungewohnt es auch für Deutschland sein mag, die Märkte zeigen sich unbeeindruckt von den Jamaika-Turbulenzen", kommentierten Experten der Commerzbank.

Starke Kursbewegungen gab es dagegen bei der türkischen Lira. Die jüngste Talfahrt der Währung hatte am Morgen nochmals Fahrt aufgenommen und der Wert erneut ein Rekordtief erreicht. Zeitweise musste für einen Euro 4,6747 Lira gezahlt werden und damit so viel wie noch nie. Als Auslöser für den Kursrutsch gelten jüngste Äußerungen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Der türkische Staatschef hatte sich zuletzt zum wiederholten Mal gegen höhere Leitzinsen in der Türkei ausgesprochen. Erdogan gilt schon länger als Kritiker hoher Zinsen zur Inflationsbekämpfung. Seine Einschätzung steht im klaren Gegensatz zur Geldpolitik führender Notenbanken, die eine zu hohe Inflation gemeinhin mit steigenden Zinsen bekämpfen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88498 (0,88940) britische Pfund, 131,87 (132,10) japanische Yen und 1,1641 (1,1676) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.283,30 (1.286,20) Dollar gefixt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne