Eurokurs fällt zurück - US-Notenbank beflügelte nur vorübergehend

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Nach dem stärksten Kurssprung seit sechs Jahren hat der Eurokurs am Donnerstag wieder deutlich nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0660 US-Dollar. Am Vorabend war sie um vier Cent bis auf 1,1043 Dollar gestiegen. Ausschlaggebend war die US-Notenbank Fed, die eine deutlich langsamere Straffung ihrer Geldpolitik signalisiert hatte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0677 (Mittwoch: 1,0592) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9366 (0,9441) Euro.

Die Fed hatte am Mittwochabend zwar den Passus "geduldig" aus ihrer Erklärung zur Zinspolitik gestrichen, was als Startschuss für zumindest eine Zinsanhebung noch in diesem Jahr gelten kann. Zugleich aber verringerte sie ihre Prognosen zu Wachstum und Inflation sowie - besonders deutlich - ihre Erwartungen zum künftigen Leitzinsniveau. "Die Zinsprojektionen zeigen, dass die Notenbanker von viel langsameren Zinserhöhungen ausgehen als noch im Dezember", hieß es von der Unicredit.

Die Notenbank habe mit ihren Beschlüssen ein klares Signal an die Devisenmärkte gesendet, die Aufwertung des Dollar nicht zu übertreiben, kommentierten Experten der Commerzbank. Die seit Monaten zu vielen Währungen aufwertende US-Währung gilt als ein wichtiger Grund, der die Fed von der eigentlich für Mitte 2015 erwarteten Zinswende abhalten könnte. Darüber hinaus liegt die Inflation deutlich unter dem Zielwert der Notenbank, die Lohnentwicklung ist schwach und die Fed steht mit ihrer beabsichtigten Straffung mit Blick auf andere große Notenbanken allein auf weiter Flur.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7183 (0,7230) britische Pfund, 129,12 (128,35) japanische Yen und 1,0595 (1,0627) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag bei 1.166,00 (1.147,25 Dollar) gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.500,00 (34.210,00) Euro.

Washington/Ottawa (APA/Reuters) - Bei den Verhandlungen zwischen den USA und Kanada über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA gibt es kaum Anzeichen für Fortschritte. "Wir haben heute einige schwierige Themen besprochen", sagte die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland am Donnerstag nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Washington.
 

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Noch keine NAFTA-Einigung zwischen USA und Kanada in Sicht

Managua (APA/dpa) - Wegen der politischen Krise liegt der Tourismus Nicaraguas am Boden. Rund 60.000 Menschen hätten seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen im April ihre Arbeit in der Branche verloren, teilte die Tourismus-Kammer des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag mit. Damit sei gut die Hälfte aller Arbeitsstellen der Branche weggefallen.
 

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Krise in Nicaragua kostet Zehntausende Jobs in der Tourismus-Branche

München (APA/AFP) - Deutschland will in dieser Legislaturperiode fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen. Das kündigte Justizministerin Katarina Barley (SPD) vor dem Wohngipfel am Freitag im Kanzleramt in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk an.
 

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Deutschland will fünf Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau geben