Eurogruppe: Dijsselbloem will mit Griechenland "nicht zu scharf" sein

Der Vorsitzender der Währungsunion meinte, Athen habe Reformfortschritte gemacht. Große Pensionsreformen und Steuerreformen seien auch in anderen Ländern schwierig.

Athen/Amsterdam. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem will mit Griechenland "nicht zu scharf" sein. Vor Beginn der Sitzung der 19 Finanzminister der Währungsunion bei ihrem informellen Treffen in Amsterdam am Freitag sagte Dijsselbloem, "wir wissen von anderen Ländern, wie schwierig große Pensionsreformen und Steuerreformen sind. Das braucht Zeit".

Deswegen "sollten wir nicht zu scharf mit Griechenland sein". Athen habe viel gemacht. Er hoffe, dass heute ein weiterer Vorwärtsschritt gemacht werden könne.

EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici zeigte sich hier zuversichtlich. "Wir sind nahe an einer Vereinbarung", sagte er.

Weitere Themen sind die Vervollständigung der Bankenunion. Dabei unterstrich Dijsselbloem, der auch niederländischer EU-Ratsvorsitzender ist, dass die Arbeit noch nicht erledigt sei. Es müsse auch eine gemeinsame Einlagensicherung geben. Die Risiken müssten geteilt und reduziert werden.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

Newsticker

Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

Newsticker

Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder