Eurogruppe: Dijsselbloem will mit Griechenland "nicht zu scharf" sein

Der Vorsitzender der Währungsunion meinte, Athen habe Reformfortschritte gemacht. Große Pensionsreformen und Steuerreformen seien auch in anderen Ländern schwierig.

Athen/Amsterdam. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem will mit Griechenland "nicht zu scharf" sein. Vor Beginn der Sitzung der 19 Finanzminister der Währungsunion bei ihrem informellen Treffen in Amsterdam am Freitag sagte Dijsselbloem, "wir wissen von anderen Ländern, wie schwierig große Pensionsreformen und Steuerreformen sind. Das braucht Zeit".

Deswegen "sollten wir nicht zu scharf mit Griechenland sein". Athen habe viel gemacht. Er hoffe, dass heute ein weiterer Vorwärtsschritt gemacht werden könne.

EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici zeigte sich hier zuversichtlich. "Wir sind nahe an einer Vereinbarung", sagte er.

Weitere Themen sind die Vervollständigung der Bankenunion. Dabei unterstrich Dijsselbloem, der auch niederländischer EU-Ratsvorsitzender ist, dass die Arbeit noch nicht erledigt sei. Es müsse auch eine gemeinsame Einlagensicherung geben. Die Risiken müssten geteilt und reduziert werden.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

Newsticker

Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

Newsticker

Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

Newsticker

Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen