Euro reagiert nur kurz mit Verlusten auf Griechen-Wahl

Frankfurt am Main - Am Devisenmarkt haben Anleger am Montag gelassen auf den Wahlsieg der Linkspartei Syriza in Griechenland reagiert. Der Kurs des Euro war zwar am Morgen kurz unter 1,11 US-Dollar gerutscht und damit auf den tiefsten Stand seit September 2003, konnte sich aber schnell wieder erholen. Am Nachmittag kostete ein Euro 1,1285 Dollar und damit rund einen Cent mehr als am Freitagabend.

Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1244 (Freitag: 1,1198) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8894 (0,8930) Euro.

Der Wahlausgang in Athen sei am Markt mehr oder weniger erwartet worden und habe keine Unruhe unter den Anlegern ausgelöst, begründeten Händler die verhaltene Kursreaktion des Euro. "Der Sieg des Linksbündnisses Syriza wird den Reform- und Konsolidierungsprozess in Griechenland erschweren, aber nicht stoppen können", sagte Expertin Stephanie Lindeck vom Bankhaus Julius Bär. Ein Austritt der Griechen aus der Eurozone sei wegen der immensen wirtschaftlichen Kosten unwahrscheinlich.

Im weiteren Handel richtete sich der Fokus der Anleger schnell auf neue Konjunkturdaten. Ein überraschend starker Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas verstärkte die gute Laune. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer war das dritte Mal in Folge gestiegen und lässt einen Aufschwung der Wirtschaft erwarten. Der schwache Euro und das billige Öl wirke wie "Doping für die Konjunktur"", kommentierte Experte Ralph Solveen von der Commerzbank.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74895 (0,74730) britische Pfund, 133,03 (132,12) japanische Yen und 1,0014 (0,9816) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1.281,25 (1294,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36.090,00 (36.380,00) Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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