Euro legt deutlich zu - Russischer Rubel unter Druck

Frankfurt (APA/dpa) - Der Kurs des Euro hat am Montag deutlich zugelegt und ist über 1,24 US-Dollar gestiegen. Nach der Ausweisung von russischen Diplomaten geriet der russische Rubel hingegen stark unter Druck.

Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2443 US-Dollar. In der Nacht hatte der Euro zeitweise über einen Cent niedriger notiert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte davor den Referenzkurs auf 1,2411 (Freitag: 1,2346) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8057 (0,8100) Euro.

Der Euro profitierte von einer Dollar-Schwäche. "Der zuletzt zugespitzte Konflikt über Importzölle mit China belastet den Dollar", so Stephan Rieke, Devisenexperte bei der Bank Oddo BHF. Auch das politische Durcheinander in den USA spreche gegen den Dollar. So hatte Präsident Donald Trump vorige Woche den als gemäßigt geltenden Sicherheitsberater H. R. McMaster gefeuert. Er soll durch John Bolton ersetzt werden, der als Hardliner gilt.

Robuste Konjunkturdaten aus Frankreich hatten den Eurokurs bereits im Vormittagshandel etwas beflügelt. Das französische Wirtschaftswachstum hatte sich zum Jahresende 2017 stärker beschleunigt als erwartet.

Der russische Rubel geriet nach der Ausweisung von russischen Diplomaten unter Druck. Wegen des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien weisen insgesamt 14 EU-Staaten Diplomaten und die USA Geheimdienstmitarbeiter aus. Der Euro stieg daraufhin bis auf 71,28 Rubel, nachdem er zuvor bei 70,70 Rubel notiert hatte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87248 (0,87285) britische Pfund, 130,47 (129,74) japanische Yen und 1,1739 (1,1703) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.352,40 (1.346,60) Dollar gefixt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker