Euro legte zu - Türkische Lira und schwedische Krone unter Druck

Frankfurt (APA/dpa) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch zugelegt. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1701 US-Dollar gehandelt. Zu Mittag hatte sie noch rund einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1660 (Dienstag: 1,1710) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8576 (0,8540) Euro.

Auftrieb erhielt der Euro am späten Nachmittag. In den USA war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Juli überraschend gefallen. Beobachter sprechen von einem teilweise überhitzten Markt.

Das Wirtschaftswachstum in den USA war laut einer zweiten Schätzung etwas höher als zunächst ermittelt ausgefallen. Das BIP war mit 4,2 Prozent so stark gewachsen wie seit dem dritten Quartal 2014 nicht mehr. Der Dollar wurde durch die Wachstumsdaten kaum gestützt, da die Abweichung von der ersten Schätzung gering war.

Weiter auf Talfahrt blieb die türkische Lira. Die Währung geriet sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro deutlich unter Druck. Für einen Euro wurden zuletzt 7,51 Lira gezahlt. Zu Beginn der Woche mussten noch weniger als 7 Lira hingeblättert werden. Schwache Konjunkturdaten aus der Türkei belasteten die Lira.

Weiter unter Druck blieb außerdem die schwedische Krone, die am Vortag im Verhältnis zum Euro den schwächsten Stand seit dem Krisenjahr 2009 erreicht hatte. Zuletzt mussten für einen Euro 10,70 Kronen bezahlt werden. Experten begründen die Schwäche der Währung mit schwindenden Erwartungen baldiger Zinsanhebungen in Schweden sowie mit möglichen Auswirkungen des globalen Handelsstreits auf die stark exportabhängige schwedische Wirtschaft.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,9050 (0,9068) britische Pfund, 129,73 (130,03) japanische Yen und 1,1385 (1,1427) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1.204,20 (1.212,25) Dollar festgesetzt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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