Euro-Industrie wächst - Sorgen um Frankreich und Griechenland

Berlin - Die Industrie in der Eurozone setzt ihren moderaten Aufschwung zu Frühjahrsbeginn fort. Der Einkaufsmanagerindex fiel zwar im April um 0,2 auf 52,0 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 3.000 Unternehmen mitteilte. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt.

"Der Industriesektor setzt seinen Aufwärtstrend fort", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "In Anbetracht der Sorgen um Griechenland ist es nicht verwunderlich, dass der Erholungspfad sich als holprig erweist."

Das Gefälle in den einzelnen Euro-Ländern bleibt groß. "Besonders grell blinken die Warnlampen über Frankreich und Griechenland", sagte Williamson. "Beide Länder verzeichneten zu Beginn des zweiten Quartals verstärkte Einbußen." In Deutschland, Irland und Spanien ließ das Expansionstempo etwas nach. Italien meldete dagegen das stärkste Wachstum seit einem Jahr. Auch in den Niederlanden und in Österreich geht es bergauf.

Hoffnung macht die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Hier wurden den achten Monat in Folge neue Stellen geschaffen, und zwar gleich so viele wie seit August 2011 nicht mehr.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018