Euro im Höhenflug - Hoffnung auf Hellas-Einigung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1029 (Montag: 1,0944) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9067 (0,9137) Euro.

Der Euro zeigte den stärksten Tagesgewinn seit zehn Wochen. Händler begründeten den Kurssprung mit der Hoffnung, dass sich Griechenland mit seinen Geldgebern einigen und die drohende Pleite in letzter Minute abwenden könnte. Nach jüngsten Meldungen hat die Regierung in Athen den Gläubigern einen umfassenden Reformplan vorgelegt. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem dämpfte allerdings die Erwartungen und sagte, dass beide Seiten nach wie vor weit von einer Einigung entfernt seien. Man werde den Griechen "nicht auf halben Weg entgegenkommen".

Nach den Dijsselbloem-Aussagen konnte der Eurokurs dennoch den größten Teil seiner frühen Gewinne halten und fiel lediglich auf 1,1132 Dollar zurück. Zusätzlich Auftrieb habe der Eurokurs von der jüngsten Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone bekommen, sagte Experte Scott Smith vom Devisenhändler Cambridge Global Payments. Im Mai waren die Preise erstmals seit sechs Monaten wieder im Jahresvergleich gestiegen. Die Entwicklung kommt der EZB entgegen, die derzeit mit ihrer lockeren Geldpolitik versucht, für eine höhere Inflationsrate zu sorgen. Sie strebt auf mittlere Sicht einen jährlichen Anstieg der Verbraucherpreise um knapp zwei Prozent an.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,72430 (0,71925) britische Pfund, 137,52 (135,79) japanische Yen und 1,0391 (1,0331) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.192,80 (1.199,90) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.270,00 (34.380,00) Euro.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte