Euro gibt Gewinne nach US-Zinsentscheid wieder ab

Frankfurt am Main/Frankfurt (APA/dpa) - Der Euro hat am Donnerstag nachgegeben und die Gewinne nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Vorabend wieder verloren. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0875 US-Dollar. Am Vorabend war sie zwischenzeitlich über 1,09 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0888 (Dienstag: 1,0837) Dollar festgesetzt.

Die Entscheidung der Fed am Mittwoch, den Leitzins unangetastet zu lassen, stärkte den Euro nur vorübergehend. Die Entscheidung war erwartet worden. Die Notenbanker rückten die weltwirtschaftlichen Risiken stärker in den Fokus. Vor allem die Schwäche Chinas, die Finanzmarktturbulenzen und die Probleme der Ölförderer hatten zuletzt die US-Wirtschaft belastet.

Die Erwartungen für eine Leitzinsanhebung auf der kommenden Sitzung am 16. März wurde durch die Erklärungen der Fed zum Zinsentscheid gedämpft. Man wolle beobachten, wie sich die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Weltfinanzmärkte auf die amerikanische Wirtschaft auswirkten, hieß es.

Experten des Forschungsunternehmens Capital Economics halten vor allem eine Verbesserung der Wirtschaftsdaten in China für eine Bedingung weiterer Zinsanhebungen. Diese könne für die kommende Sitzung zu spät kommen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die US-Notenbank jedoch die Zinsen rascher anheben als von den Märkten erwartet, schätzt das Analysehaus.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"