Euro-Finanzminister demonstrieren trotz Marktturbulenzen Gelassenheit

Vor dem Hintergrund teils deutlicher Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten haben die Euro-Finanzminister Gelassenheit demonstriert. "Ich denke, dass wir strukturell in der Eurozone in einer deutlich besseren Situation als noch vor einigen Jahren sind", sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem.

Die Aktienmärkte waren zuletzt erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Der Dax fiel am Donnerstag zwischenzeitlich auf 8.826,96 Punkte. Damit stand das wichtigste deutsche Börsenbarometer auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2014. Vor allem die Bankenbranche geriet unter Beschuss, denn wegen der Wirtschaftsschwäche wird eine Welle an Kreditausfällen befürchtet. Seit Jahresbeginn hat der Dax rund 19 Prozent an Wert verloren. Sorgen um die Weltkonjunktur und den niedrigen Ölpreis setzen zudem auch die Märkte in Asien unter Druck.

Die Finanzminister der Eurozone sehen das gemeinsame Währungsgebiet jedoch gewappnet. Die Europäische Bankenunion spiele dabei eine Rolle, sagte Schäuble in Brüssel. "Wir wissen, die Aktienmärkte entwickeln sich auf und ab. Ich glaube aber, dass das ein Stück weit auch Marktübertreibungen sind."

Mahnende Worte richtete Schäuble hingegen an Portugal. Die Regierung sollte nicht weiter die Märkte beunruhigen, indem sie die Vermutung schüre, vom bisherigen Weg abzuweichen, sagte er. "Das wäre sehr gefährlich für Portugal."

Die EU-Kommission hatte Ende vergangener Woche den verspätet eingereichten portugiesischen Haushaltsentwurf für das laufende Jahr trotz Bedenken akzeptiert. Sie forderte von der neuen Linksregierung jedoch weitere Sparanstrengungen.

Nun verstärkte sich der Druck auf portugiesische Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger Anleihen kletterte am Donnerstag erstmals seit März 2014 wieder über die Marke von vier Prozent. Damit gelten portugiesische Anleihen nach Griechenland als die risikoreichsten in der Eurozone.

Die Lage in dem südosteuropäischen Krisenland stand ebenfalls auf der Agenda der Euro-Minister. Entscheidungen standen nicht an. Die Athener Regierung ist derzeit bemüht, ein Paket zur Renten- und Steuerreform zu schnüren. Ohne diese Reformen wollen die Gläubiger des Landes keine weiteren Finanzhilfen bereitstellen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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