Euro-Finanzminister geben Defizitsünder Frankreich Aufschub

Die Euro-Finanzminister haben Frankreich zwei Jahre mehr zum Sparen gewährt. Damit folgten sie dem Vorschlag der EU-Kommission, wie der Rat am Dienstag mitteilte. Die Pariser Regierung hat nun bis 2017 Zeit, sein Haushaltsdefizit auf die EU-Defizitgrenze von maximal drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu senken. Paris hatte schon zweimal Aufschub bekommen.


"Frankreich muss jetzt seine Anstrengungen verstärken", forderte der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis. Die Minister forderten Frankreich aber auf, die für 2015 vorgesehenen zusätzlichen Sparmaßnahmen vollständig umzusetzen. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte am Vortag gesagt, im Gegenzug werde Paris noch im April weitere Sparmaßnahmen im Umfang von vier Milliarden Euro für 2015 präsentieren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Verlängerung nach Angaben aus EU-Kreisen indes skeptisch. Gute Gründe gäbe es allenfalls für eine Frist von einem Jahr.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker