Euro fiel auf den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren =

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1265 (Freitag: 1,1346) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8877 (0,8814) Euro.

"Derzeit spricht alles gegen den Euro", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei Oddo BHF. So sorge die Hauspolitik der italienischen Regierung für Verunsicherung. Rom hat bis Dienstag Zeit, den von ihr vorgelegten Haushaltsentwurf für kommendes Jahr im Sinne der EU-Kommission nachzubessern. Bisher lässt Italien aber kein Zeichen des Einlenkens erkennen.

"Zudem haben sich zuletzt die Anzeichen vermehrt, dass die Wirtschaft in der Eurozone nicht mehr so gut läuft", sagte Rieke. Zuletzt hatten eine Reihe von Konjunkturdaten enttäuscht. So erwartet Rieke auch bei den am Mittwoch erwarteten deutschen Zahlen zum Wirtschaftswachstum zum dritten Quartal eine negative Überraschung.

Die schwierigen Brexit-Verhandlungen belasten laut Rieke nicht nur das britische Pfund sondern auch den Euro. Schließlich dürfte auch die Eurozone durch den Austritt Großbritanniens aus der EU Wachstumseinbußen haben. Großbritannien will die EU am 29. März 2019 verlassen und verhandelt seit mehr als einem Jahr mit Brüssel über die Bedingungen. Es gibt derzeit großen Widerstand im britischen Parlament gegen die Brexit-Pläne der Regierung von Theresa May. Das britische Pfund gab gegenüber allen wichtigen Währungen nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87563 (0,87053) britische Pfund, 128,20 (129,26) japanische Yen und 1,1368 (1,1414) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1.205,56 (1.211,40) Dollar festgesetzt.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte