Euro stabilisiert sich etwas nach Fall auf 11-Jahres-Tief

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Der Euro hat sich am Montag nach der Talfahrt der vergangenen Tage zunächst etwas stabilisiert. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0856 US-Dollar und damit etwas mehr als in der Früh.

In der vergangenen Nacht war die Gemeinschaftswährung noch zeitweise auf 1,0823 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit September 2003. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0860 (Freitag: 1,0963) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9208 (0,9122) Euro. Aktueller Wechselkurs EUR/USD

Zu Beginn der Woche hatte die EZB ihre angekündigte Geldschwemme gestartet und erstmals im Rahmen des neuen Kaufprogramms Staatsanleihen am Markt erworben. Händler berichteten vom Kauf von Papieren aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland.

Ab sofort wollen die Währungshüter pro Monat 60 Mrd. Euro frisches Geld in die Märkte pumpen - und das mindestens bis September 2016. Das Billionen-Programm soll die Wirtschaft im Euroraum ankurbeln und die zuletzt gefährlich niedrige Inflation anheizen.

Außerdem wird die Schuldenkrise in Griechenland aus Sicht von Marktexperten zunehmend schwieriger und undurchschaubarer. Allerdings warnte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank: Die Euro-Schwäche solle nicht als Folge einer grassierenden Angst vor einem möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone ("Grexit") gewertet werden.

Zuletzt hatte sich die Gemeinschaftswährung unbeeindruckt von der Hängepartie um Griechenland gezeigt. Am Nachmittag trafen sich die Euro-Finanzminister. Das klamme Krisenland kann sich aber keine Hoffnung auf eine rasche Auszahlung von Hilfsmilliarden der Europartner machen, da Vorbedingungen weiterhin nicht erfüllt sind.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7186 (0,7220) britische Pfund, 131,31 (131,48) japanische Yen und 1,0691 (1,0700) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1.168,50 (1.175,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.070,00 (34.490,00) Euro.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht