Euro gibt leicht auf 1,2527 Dollar nach - Trübe Stimmung in Eurozone =

Frankfurt (APA/dpa) - Der Euro hat am Donnerstag nach schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus der Eurozone etwas an Boden verloren. Die Gemeinschaftswährung konnte sich aber weiter über der Marke von 1,25 US-Dollar halten. Gegen 18 Uhr kostete der Euro 1,2527 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2539 (Mittwoch: 1,2535) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7975 (0,7978) Euro.

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone war im November überraschend auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr zurückgefallen. Der von Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex sank um 0,7 Punkte auf 51,4 Zähler. Vor allem in Deutschland hatte sich die Stimmung in den Unternehmen spürbar eingetrübt. Nach Bekanntgabe der Daten fiel der Euro auf sein Tagestief bei 1,2506 Dollar.

Nur kurzzeitig reagierte der Euro dagegen auf in den USA veröffentlichte Inflationsdaten. Die Konsumentenpreise waren dort im Oktober etwas stärker gestiegen als erwartet. Am Mittwochabend hatte sich die Fed in ihrem Sitzungsprotokoll besorgt wegen der zuletzt gefallenen Inflationserwartungen gezeigt. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, könnte die Glaubwürdigkeit der Fed in Gefahr geraten und die für Mitte 2015 erwartete Zinswende zu wanken beginnen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79890 (0,79965) britische Pfund, 148,25 (147,45) japanische Yen und 1,2014 (1,2014) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1.190,00 (1.196,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.170,00 (30.280,00) Euro.

Hongkong/Washington (APA/AFP) - Die kritischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Notenbank Fed haben im asiatischen Börsenhandel den Dollar unter Druck gesetzt. Der japanische Yen legte am Dienstag gegenüber der US-Währung zu und stand bei einem Kurs von 109,9 zum Dollar. Auch der Euro und das britische Pfund profitierten ebenso wie die Währungen von Südkorea, Indonesien und Australien von Trumps Äußerungen.
 

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Trumps Äußerungen zur Fed setzen den Dollar unter Druck

Berlin (APA/AFP) - Mehrere energieintensive Branchen in Deutschland haben in einem gemeinsamen Positionspapier einen Ausgleich für steigende Stromkosten infolge des Kohleausstiegs gefordert. Das "Handelsblatt" zitierte am Dienstag aus einem Papier von Vertretern der Branchen Stahl, Metalle, Papier, Baustoffe, Glas und Chemie, die Ausgleichsmaßnahmen fordern.
 

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DE-Kohleausstieg - Energieintensive Branchen wollen Ausgleich

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in Ostdeutschland arbeiten weiterhin länger als im Westen - und verdienen weniger. Im vergangenen Jahr leisteten Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 1.279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1.346 Stunden, also 67 mehr. Wird Berlin dem Westen zugerechnet, sind es im Osten 75 Stunden mehr.
 

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Ostdeutsche arbeiten weiter länger als Westdeutsche