Euro mit 1,1808 Dollar nur knapp über Neun-Jahrestief

Frankfurt - Der Euro hat sich am Donnerstag nur knapp über dem Neun-Jahrestief vom Vortag gehalten. In der Früh fiel der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung nach überraschend schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland auf 1,1808 US-Dollar, nachdem er zur Wochenmitte bei 1,1802 Dollar den tiefsten Stand seit Jänner 2006 erreicht hatte.

Am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1831 (Dienstag: 1,1914) Dollar festgesetzt. In New York notierte der Euro bei 1,1833 Dollar.

In der Früh hätten enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland den Euro belastet, hieß es aus dem Handel. Im November war der Auftragseingang in der Industrie der größten Volkswirtschaft der Eurozone stärker als erwartet gesunken. Experten erklären den schwachen Euro aber auch mit der Aussicht auf ein weiteres Öffnen der Geldschleusen in der Eurozone, während die US-Notenbank zeitgleich die geldpolitischen Zügel strafft und auf die erste Zinserhöhung seit 2009 zusteuert.

Außerdem sorgt die starke Konjunktur in den USA für Auftrieb beim Dollar und im Gegenzug für Druck beim Euro. So rechnet der Markt beispielsweise fest mit guten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. "Es besteht inzwischen kein Zweifel mehr, dass sich der US-Arbeitsmarkt bombig entwickelt", beschrieb Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank die Lage.

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