Euro fällt weiter zurück - Dollar legt zu

Frankfurt am Main - Der Euro hat am Dienstag weiter an Boden verloren. Mit 1,0873 US-Dollar kostete die Gemeinschaftswährung am späten Nachmittag so wenig wie zuletzt Ende April. Der Dollar legte dagegen zu, weil Konjunkturdaten positiv überraschten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,0926 (Montag: 1,0978) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9153 (0,9109) Euro.

Belastet wurde der Euro durch Wahlergebnisse aus Spanien und den griechischen Schuldenstreit. In Spanien hatten die Regionalwahlen am Wochenende der konservativen Regierungspartei starke Verluste beschert. Reformkritische Protestparteien erhielten dagegen Zulauf. Die Wahl galt als Stimmungstest für die Parlamentswahlen Ende des Jahres.

Schlechte Nachrichten gab es aus Griechenland. Aus der Regierung und der Linkspartei Syriza kamen widersprüchliche Äußerungen zur fristgerechten Rückzahlung eines Hilfskredits an den Internationalen Währungsfonds (IWF). Scheitert die Anfang Juni anstehende Rückzahlung, kann das für Athen die Pleite bedeuten.

Der US-Dollar profitierte hingegen von robusten Wirtschaftszahlen. Daten zu den Investitionen, vom Häusermarkt und zur Verbraucherstimmung konnten überzeugen. Das nährt die Hoffnung, dass das schwache Winterquartal ein Ausrutscher war und die Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt. Die Notenbank Fed könnte dann bald damit beginnen, die Zinsen anzuheben. Anlagen in den USA würden dadurch rentabler, wovon der Dollar schon jetzt profitiert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,70960 (0,71000) britische Pfund, 134,07 (133,39) japanische Yen und 1,0351 (1,0349) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.185,40 (Freitag vor Pfingsten: 1.204,10) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.740,00 (Freitag: 34.210,00) Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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