Euro-Chef - Spannung bis zuletzt um Dijsselbloem-Nachfolge

Brüssel (APA) - Das Gerangel um den neuen Eurogruppen-Chef geht ins Finale. Spannung gibt es bis zuletzt um die Nachfolge von Jeroen Dijsselbloem. Am morgigen Donnerstag läuft die Kandidatensuche für den neuen Eurogruppen-Vorsitzenden ab, die Wahl soll planmäßig bei der Sitzung am 4. Dezember stattfinden. Eher Zurückhaltung gibt es in EU-Ratskreisen für eine Übergangslösung mit Dijsselbloem selbst.

So war zuletzt kolportiert worden, die Eurogruppe könnte eine halbjährliche Verlängerung des Mandats für Dijsselbloem, das offiziell Mitte Jänner endet, beschließen. Allerdings gebe es Bedenken, dass eine solche Zwischenlösung als Präjudiz gelten könnte, dass künftig kein amtierender Finanzminister Chef der Eurogruppe sein müsse, wie dies bisher der Fall war. Dabei kämen dann auch der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis, und EU-Wirschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici ins Spiel. Dies würde die sogenannte "Doppel-Hut"-Variante bedeuten, wonach künftig der Eurogruppen-Vorsitzende zumindest im Fall von Dombrovskis auch Vizepräsident der EU-Kommission sein sollte.

Nicht dementiert wurden bisher Berichte, wonach sich die EVP-Gruppe innerhalb der Währungsunion auf Österreichs geschäftsführenden Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) als Kandidat verständigt haben soll. Bei Schelling gibt es allerdings noch das Fragezeichen, ob er in der neuen Regierung unter dem möglichen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) überhaupt noch vertreten sein wird. Dies müsste sich jedenfalls bis kommenden Montag klären. Eine Vorentscheidung könnte schon Donnerstagabend fallen. Bis spätestens Mitternacht müssen die Kandidaten für die Wahl des Eurogruppen-Chefs genannt werden.

Dann gibt es noch Ansprüche von Sozialdemokraten und Liberalen auf den EU-Spitzenposten. Wenn Dijsselbloem, einem Sozialdemokraten, ein EVP-Mitglied folgt, würden praktisch alle führenden Jobs in den EU-Institutionen in Händen der Europäischen Volkspartei sein - Ausnahme ist Federica Mogherini von den Sozialdemokraten als Hohe Beauftragte und Vizepräsidentin der EU-Kommission. Für die Sozialdemokraten öfter genannt wurde zuletzt der slowakische Finanzminister Peter Kazimir.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne