Euler Hermes - Brexit würde Milliarden an Investitionen gefährden

Ein Votum der Briten für einen EU-Austritt würde nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes Milliarden an Auslandsinvestitionen in Großbritannien gefährden.

"Rund 200 bis 300 Milliarden Pfund an Investitionen von Unternehmen aus Kontinental-Europa würden auf dem Spiel stehen", sagte Euler-Hermes-Chevolkswirt Ludovic Subran am Freitag zur Nachrichtenagentur Reuters. Es könnte zu einer massiven Kapitalabwanderung kommen. Die Briten entscheiden am 23. Juni in einem Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union. Euler Hermes ist der weltgrößte Kreditversicherer mit weltweit über 52.000 Kunden.

"Großbritannien würde viel mehr verlieren als die EU", ergänzte Subran. Ohne neues Freihandelsabkommen mit der EU würde das Land nach seinen Berechnungen wahrscheinlich 2019 in eine Rezession rutschen. Der Euler-Hermes-Experte rechnet zudem mit einer Abwertung des britischen Pfund von bis zu 20 Prozent. Zudem drohten dem Land Exportverluste mit der EU von bis zu 30 Milliarden Pfund - umgerechnet etwa 37,7 Milliarden Euro.

Für europäische Länder seien die Folgen eines "Brexit" hingegen geringer: Für Deutschland seien Exportverluste im Volumen von 5,1 Milliarden Euro zu befürchten. Vor allem die Automobilbranche sowie die Textilindustrie, die Chemiebranche und der Maschinenbau wären betroffen.

Washington/Ottawa (APA/Reuters) - Bei den Verhandlungen zwischen den USA und Kanada über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA gibt es kaum Anzeichen für Fortschritte. "Wir haben heute einige schwierige Themen besprochen", sagte die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland am Donnerstag nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Washington.
 

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Noch keine NAFTA-Einigung zwischen USA und Kanada in Sicht

Managua (APA/dpa) - Wegen der politischen Krise liegt der Tourismus Nicaraguas am Boden. Rund 60.000 Menschen hätten seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen im April ihre Arbeit in der Branche verloren, teilte die Tourismus-Kammer des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag mit. Damit sei gut die Hälfte aller Arbeitsstellen der Branche weggefallen.
 

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Krise in Nicaragua kostet Zehntausende Jobs in der Tourismus-Branche

München (APA/AFP) - Deutschland will in dieser Legislaturperiode fünf Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen. Das kündigte Justizministerin Katarina Barley (SPD) vor dem Wohngipfel am Freitag im Kanzleramt in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk an.
 

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Deutschland will fünf Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau geben