Euler Hermes - Brexit würde Milliarden an Investitionen gefährden

Ein Votum der Briten für einen EU-Austritt würde nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes Milliarden an Auslandsinvestitionen in Großbritannien gefährden.

"Rund 200 bis 300 Milliarden Pfund an Investitionen von Unternehmen aus Kontinental-Europa würden auf dem Spiel stehen", sagte Euler-Hermes-Chevolkswirt Ludovic Subran am Freitag zur Nachrichtenagentur Reuters. Es könnte zu einer massiven Kapitalabwanderung kommen. Die Briten entscheiden am 23. Juni in einem Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union. Euler Hermes ist der weltgrößte Kreditversicherer mit weltweit über 52.000 Kunden.

"Großbritannien würde viel mehr verlieren als die EU", ergänzte Subran. Ohne neues Freihandelsabkommen mit der EU würde das Land nach seinen Berechnungen wahrscheinlich 2019 in eine Rezession rutschen. Der Euler-Hermes-Experte rechnet zudem mit einer Abwertung des britischen Pfund von bis zu 20 Prozent. Zudem drohten dem Land Exportverluste mit der EU von bis zu 30 Milliarden Pfund - umgerechnet etwa 37,7 Milliarden Euro.

Für europäische Länder seien die Folgen eines "Brexit" hingegen geringer: Für Deutschland seien Exportverluste im Volumen von 5,1 Milliarden Euro zu befürchten. Vor allem die Automobilbranche sowie die Textilindustrie, die Chemiebranche und der Maschinenbau wären betroffen.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück