EuGH bestätigte Geldbußen von 169 Mio. Euro gegen Luftfrachtkartell

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Geldstrafen von 169 Mio. Euro gegen ein Luftfrachtkartell bestätigt, an dem auch die deutschen Spediteure Kühne + Nagel, Schenker und Deutsche Bahn beteiligt waren. Die Luxemburger EU-Richter wiesen Einsprüche der Unternehmen gegen die 2012 von der EU-Kommission verhängten Strafe am Donnerstag zurück.

Die Brüsseler Behörde hatte den Spediteuren wettbewerbsfeindliche Absprachen in den Jahren 2002 bis 2007 vorgeworfen, die ihre Gewinnmargen sichern sollten. Nach Feststellung der Kommission hatten sie Aufschläge für Dienstleistungen bei der Zollabfertigung vereinbart. Zudem taten sie sich zusammen, um Währungsrisiken abzufedern. Für Zeiten hoher Nachfrage einigten sie sich auf einen "Hauptsaisonaufschlag".

Die Unternehmen hatten Widerspruch gegen die Geldstrafen eingelegt, aber 2016 schon in der ersten Instanz vor dem EU-Gericht eine Niederlage kassiert. Vor dem EuGH (Rechtssachen C-261/16 P, C-264/16 P, C-271/16 P) hatten sie nun ebenfalls keinen Erfolg: Die Richter hielten die Geldbußen aufrecht. Neben Kühne + Nagel International, Schenker und Deutscher Bahn sind die Unternehmen Panalpina World Transport, Ceva Freight und EGL betroffen.

Waterloo (APA/Reuters) - Der frühere Smartphone-Pionier Blackberry treibt seinen Umbau zum Softwarekonzern mit dem Kauf des Cyber-Sicherheitsspezialisten Cylance voran. Das kalifornische Unternehmen werde für 1,4 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro) in bar übernommen, kündigte der kanadische Konzern am Freitag an.
 

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Blackberry erwirbt in Milliardendeal Cyber-Sicherheitsfirma

Wolfsburg (APA/Reuters) - VW-Konzernchef Herbert Diess wird nach Informationen eines Insiders im kommenden Jahr die Leitung des wichtigen China-Geschäfts selbst übernehmen. Diess werde Anfang nächsten Jahres den derzeitigen China-Chef Jochem Heizmann ablösen, wenn dieser in Ruhestand gehe, sagte eine Person mit Kenntnis der Beratungen am Freitag.
 

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VW-Chef Diess leitet künftig China-Geschäft

Berlin/Barcelona (APA/Reuters) - Der Finanzchef des US-Mobilfunkers T-Mobile US, J. Braxton Carter, erwartet die Genehmigung für den Zusammenschluss mit dem kleineren Rivalen Sprint im zweiten Quartal. Es gebe aber auch noch die Chance, dass es bereits im ersten Quartal gelinge, sagte Carter am Freitag auf einer Konferenz in Barcelona.
 

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T-Mobile-US-Finanzchef rechnet mit Sprint-Deal im zweiten Quartal