EU-Warnung zu Brexit-Risiken setzt britischem Pfund zu

London (APA/Reuters) - Aus Furcht vor einem Scheitern der Verhandlungen über die Beziehungen Großbritanniens zur EU nach dem Brexit ziehen sich Anleger aus dem Pfund Sterling zurück. Der Kurs fiel am Freitag um bis zu 0,9 Prozent auf ein Dreieinhalb-Wochen-Tief von 1,3788 Dollar. Gleichzeitig verteuerte sich der Euro um 0,8 Prozent auf 0,8876 Pfund.

Auslöser war die Mahnung des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier, das Vereinigte Königreich könne nur dann den wirtschaftlichen Status Quo sichern, wenn es sich an alle Regeln halte. "Barniers Aussagen erhöhen das Risiko, dass eine Übergangsregelung wohl doch nicht so leicht gefunden werden kann, wie der Markt erwartet hatte", sagte Devisenanalyst Lee Hardman von der Bank Mitsubishi UFJ. Da die Brexit-Risiken wieder auf dem Radar der Anleger aufgetaucht seien, rücke die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung der Bank von England (BoE) in den Hintergrund, ergänzte sein Kollege Hamish Muress vom Finanzdienstleister OFX.

In den vergangenen Wochen hatte das Pfund dank der Hoffnung auf großzügige Übergangsregelungen bei den Wirtschaftsbeziehungen nach dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU zeitweise um mehr als vier Prozent aufgewertet.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab