EU warnt Italien und Kroatien vor wirtschaftlichen Ungleichgewichten

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat Italien, Kroatien und Zypern vor "übermäßigen wirtschaftlichen Ungleichgewichten" gewarnt. In ihrer jährlichen Analyse zum Europäischen Semester vom Mittwoch stellt die EU-Kommission wirtschaftliche Ungleichgewichte in insgesamt elf EU-Staaten fest, Österreich ist nicht darunter.

Bei Italien kritisiert die EU-Kommission die hohe Staatsverschuldung und schwache Produktivität, sowie eine große Zahl fauler Kredite ("non performing loans", NPL) und Arbeitslosigkeit. Kroatien hingegen sei verwundbar durch eine hohe öffentliche und private Verschuldung im Kontext von schwachem Wachstum. Auch in Zypern sieht die EU-Kommission weiter Risiken durch faule Kredite, hohe Verschuldung sowie hohe Arbeitslosigkeit und schwaches Wachstum.

Ebenfalls makroökonomische Ungleichgewichte, wenn auch nicht in dem selben starken Ausmaß wie bei Italien, Kroatien und Zypern, sieht die EU-Kommission in Frankreich, Deutschland, Irland, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden und Bulgarien. Bei Deutschland kritisiert die EU-Kommission wieder seinen hohen Leistungsbilanzüberschuss, vor allem gegenüber Nicht-EU-Staaten, diese sei seit 2016 nur leicht zurückgegangen.

Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der wegen wirtschaftlicher Ungleichgewichte verwarnten EU-Staaten von zwölf auf elf zurück. Nicht länger auf der Liste befindet sich Slowenien.

Die länderspezifischen Reform-Empfehlungen für alle EU-Staaten will die EU-Kommission erst im Mai vorlegen. Bei Österreich sieht die EU-Kommission diesbezüglich fünf Bereiche mit wenig Fortschritten (Fiskalpolitik, Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen und Pensionen, Kinderbetreuung, Armutsbekämpfung, Bildung) und drei Bereiche mit einigen Fortschritten (Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen, Wettbewerb im Dienstleistungssektor). Deutschland und Österreich würden einen längeren Verbleib im Arbeitsleben fördern, indem flexible Übergänge in die Pension ermöglicht werden, stellte die EU-Kommission fest.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen