EU-Währungskommissar: Kein Schuldenschnitt für Griechenland

Düsseldorf/Athen (APA/dpa) - Trotz einer Forderung des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der EU-Währungskommissar Valdis Dombrovskis einen Schuldenschnitt für Griechenland erneut abgelehnt. "Die Eurogruppe hat im Mai 2016 ein Paket von kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen beschlossen, mit dem wir einen Schuldenschnitt vermeiden können."

"Ich sehe nicht, dass sich daran etwas geändert hat", sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag).

Dass der IWF einen Schuldenschnitt fordert, erklärt Dombrovskis, der auch Vizepräsident der EU-Kommission ist, so: "Der IWF hatte deutlich pessimistischere Prognosen als die EU-Kommission. Die griechische Wirtschaft wächst wieder, und wir hoffen, dass der Rat später in diesem Monat das Verfahren gegen Griechenland wegen übermäßigen Defizits aufhebt."

Auch mit Blick auf Bulgariens Weg in die Eurozone zeigt sich Dombrovskis optimistisch. "Ja, das Land arbeitet zielstrebig an seiner Euro-Perspektive", sagte er der Zeitung. Ein Beitritt dauere aber seine Zeit. "Wenn man das vorgeschriebene Verfahren zugrunde legt und auch wenn alles glatt abläuft, würde dies länger als drei Jahre dauern."

Zu Ländern wie Schweden, die dem Euro skeptisch gegenüber stehen, sagte der Währungskommissar, man werde kein Land zum Beitritt zwingen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro