EU-Versicherungsaufsicht blickt mit Sorge nach Italien

Frankfurt (APA/Reuters) - Die neue populistische Regierung in Italien löst Bedenken in der EU-Versicherungsaufsicht EIOPA aus. "Natürlich sind wir besorgt", sagte Behördenchef Gabriel Bernardino, am Dienstag im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Jede politische Entwicklung, die zu Instabilitäten an den Finanzmärkten führen könnte, habe große Auswirkungen auf die Branche.

"Das ist etwas, das wir verfolgen und genau beobachten", sagte Bernardino. Die Branche gehöre zu den größten institutionellen Investoren. Seinen Worten zufolge entfallen 35 Prozent der Investitionen von Versicherern auf Unternehmensanleihen und mehr als 30 Prozent auf Staatsanleihen.

Die Bildung der neuen italienischen Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechtspopulistischer Lega hat zu Unruhe an den Börsen geführt. Dort wird befürchtet, die Koalition könne mit den angekündigten Ausgabenerhöhungen den Schuldenberg des Landes erhöhen und eine erneute Euro-Krise auslösen.

Auf die sich abzeichnende geldpolitische Wende in Europa sind die Versicherer Bernardino zufolge gut vorbereitet. "Wenn die Veränderung der Zinsen graduell, langsam, Schritt für Schritt erfolgt, rechne ich nicht mit großen Problemen aus Sicht der Marktstabilität", sagte er. An den Finanzmärkten wird aktuell mit ersten Zinserhöhungen der EZB frühestens zur Jahresmitte 2019 gerechnet.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren