EU verschärft Schutz der Arbeitnehmer vor krebserregenden Stoffen

Straßburg (APA/AFP) - Arbeitnehmer in der Europäischen Union sollen künftig besser vor krebserregenden Substanzen wie Lacken, Dämpfen oder Holzstaub geschützt werden. Dazu verschärfte das Europaparlament am Mittwoch die EU-Krebsrichtlinie: Die Liste von krebserregenden Substanzen, für die Expositionsgrenzwerte gelten, wurde um elf Stoffe ergänzt.

Für zwei Stoffe, die bereits auf der Liste stehen - Hartholzstäube und bei der Herstellung von PVC verwendete Vinylchloridmonomer - wurden die Grenzwerte abgesenkt. Die Neuregelung verpflichtet Arbeitgeber, das Expositionsrisiko ihrer Beschäftigten abzuschätzen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Außerdem sollen die Gesundheitschecks durch die zuständigen nationalen Behörden verlängert werden - auch über das Pensionsalter hinaus.

Ferner regte das Europaparlament an, auch Substanzen in die Liste aufzunehmen, welche die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Die EU-Kommission wurde damit beauftragt, diese Möglichkeit bis zum Frühjahr 1919 zu prüfen.

Das Europaparlament habe seit zehn Jahren die Überarbeitung der Krebsrichtlinie gefordert, betonte die Berichterstatterin, die schwedische Sozialdemokratin Marita Ulvskog. Nun gebe es endlich neue ehrgeizige Vorschriften.

Auf die Neuregelung hatten sich Vertreter des Parlaments und des Rates der 28 EU-Staaten bereits Ende Juni geeinigt. Sie kann nun in Kürze im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht werden. In Kraft treten die verschärften Vorschriften dann 20 Tage später.

Nach Angaben der Brüsseler Kommission ist Krebs die Hautursache für arbeitsbedingte Todesfälle in der EU. Die neuen Vorschriften zielen darauf ab, in den kommenden 50 Jahren an die 100.000 Menschenleben zu retten. Sie kommen vor allem Arbeitnehmern auf Baustellen, in der Chemie,- Automobil,- Holz,- und Möbelindustrie zugute.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker