EU-Verhandler - Briten bleibt nach Brexit nur ein Freihandels-Deal

Brüssel (APA/Reuters) - EU-Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier nimmt Großbritannien die Hoffnung auf maßgeschneiderte Handelsbeziehungen mit der EU nach dem Brexit. "Großbritannien verbaut sich Schritt für Schritt den Weg", sagte Barnier am Donnerstag in Brüssel. "Das einzige Modell, das übrig ist, ist das eines Freihandelsvertrags wie jüngst mit Kanada, Japan oder Korea."

Die EU werde an ihren Grundprinzipien festhalten und nicht zulassen, dass etwa die Integrität des gemeinsamen Marktes mit dem freien Austausch von Waren und Personen bedroht werde. "Die Zukunft unserer Union ist viel wichtiger als der Brexit."

Die Londoner Regierung hatte zuvor ins Spiel gebracht, sich nur einzelne Teile des EU-Binnenmarktes herauszupicken und andere wie vor allem die Freizügigkeit von Personen zu blockieren. Um das Dilemma zu lösen, traf EU-Ratspräsident Donald Tusk in London Premierministerin Theresa May. Es habe eine "ehrliche und offene" Unterredung in guter Atmosphäre über die anstehenden Probleme gegeben, sagte ein EU-Vertreter. May wird am Freitag über ihre Vorstellungen von der Zukunft mit der EU nach dem Brexit reden.

Der Vortrag wird in Brüssel mit Spannung erwartet, da May Details dazu bisher schuldig blieb. Barnier erhöhte am Donnerstag den Druck und forderte von London klare Festlegungen. Vor allem der künftige Status von Nordirland müsse geklärt werden, um eine Grenze mit Kontrollen zum EU-Mitglied Irland zu vermeiden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte