EU-Verhandler - Briten bleibt nach Brexit nur ein Freihandels-Deal

Brüssel (APA/Reuters) - EU-Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier nimmt Großbritannien die Hoffnung auf maßgeschneiderte Handelsbeziehungen mit der EU nach dem Brexit. "Großbritannien verbaut sich Schritt für Schritt den Weg", sagte Barnier am Donnerstag in Brüssel. "Das einzige Modell, das übrig ist, ist das eines Freihandelsvertrags wie jüngst mit Kanada, Japan oder Korea."

Die EU werde an ihren Grundprinzipien festhalten und nicht zulassen, dass etwa die Integrität des gemeinsamen Marktes mit dem freien Austausch von Waren und Personen bedroht werde. "Die Zukunft unserer Union ist viel wichtiger als der Brexit."

Die Londoner Regierung hatte zuvor ins Spiel gebracht, sich nur einzelne Teile des EU-Binnenmarktes herauszupicken und andere wie vor allem die Freizügigkeit von Personen zu blockieren. Um das Dilemma zu lösen, traf EU-Ratspräsident Donald Tusk in London Premierministerin Theresa May. Es habe eine "ehrliche und offene" Unterredung in guter Atmosphäre über die anstehenden Probleme gegeben, sagte ein EU-Vertreter. May wird am Freitag über ihre Vorstellungen von der Zukunft mit der EU nach dem Brexit reden.

Der Vortrag wird in Brüssel mit Spannung erwartet, da May Details dazu bisher schuldig blieb. Barnier erhöhte am Donnerstag den Druck und forderte von London klare Festlegungen. Vor allem der künftige Status von Nordirland müsse geklärt werden, um eine Grenze mit Kontrollen zum EU-Mitglied Irland zu vermeiden.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen