EU-Untersuchung von Steuer-Deals mit Apple & Co vor Abschluss

Die EU-Kommission hat die Steuer-Deals von internationalen Großkonzernen zwar untersucht. Aber die Entscheidungen werden vorerst noch nicht gefällt.

Cupertino (Kalifornien)/Seattle In ihrem Kampf gegen Steuerflucht internationaler Konzerne sieht die EU-Kommission Fortschritte. Die Untersuchung von Steuervereinbarungen einzelner Länder mit Apple, Amazon und Starbucks sei inzwischen vorangekommen, sagte der Vize-Generaldirektor der Brüsseler Behörde, Gert-Jan Koopman, am Donnerstag auf einer Konferenz.

Erste Entscheidungen seien in den nächsten Monaten zu erwarten. Die EU-Kommission untersucht, ob individuelle Steuer-Vereinbarungen großer Unternehmen mit einzelnen Ländern der Europäischen Union den Wettbewerb verzerren. Wegen günstiger Steuer-Deals zahlen Großkonzerne auf ihre in der EU erzielten Gewinne oft nur minimale Abgaben.

Eigentlich hätte die Überprüfung der Steuervereinbarungen schon Mitte des Jahres abgeschlossen werden sollen. Doch Anfang Mai hatte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager eingeräumt, dass ihre Ermittler diesen Zeitplan nicht einhalten können. Hintergrund seien Schwierigkeiten, an die relevanten Informationen zu gelangen. Konkret im Visier hat die Dänin die Übereinkünfte des iPhone-Herstellers Apple mit Irland, der Kaffeehauskette Starbucks mit den Niederlanden sowie des Onlinehändlers Amazon und einer Sparte des italienischen Autoherstellers Fiat mit Luxemburg.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

Newsticker

Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

Newsticker

Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

Newsticker

Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London