EU und Türkei bauen trotz Differenzen Verkehrszusammenarbeit aus

Ankara/Brüssel (APA) - Die EU und die Türkei bauen trotz der in jüngster Zeit gestiegenen Differenzen ihre Zusammenarbeit im Verkehrsbereich aus. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc erklärte Montag nach einem Treffen mit dem türkischen Verkehrsminister Ahmet Arslan, es gebe ein "neues Momentum" für die Kooperation. Die EU unterstütze voll den Ausbau des Schienenverkehrs.

Dies habe auch einen deutlichen Mehrwert für die EU, sagte Bulc. Sie verwies auf die Bedeutung der Verbindung des Eisenbahnverkehrs zwischen der EU und Asian über die Türkei. Auch darüber hinaus gebe es Projekte von gemeinsamem Interesse. Bulc verwies auf die Verkehrssicherheit, wo beide Seiten mehr tun müssten. Im Juli habe der türkische Premierminister den Plan für die "Vision Null" bei Verkehrsopfern mit unterzeichnet. Ferner sei auch die Zusammenarbeit im Luftfahrtsektor wesentlich. Die Vereinbarung könnte die Ticketpreise um 50 Prozent reduzieren.

Arslan wollte sich auf andere Themen des schwierigen Verhältnisses zwischen der EU und der Türkei nicht einlassen. Man solle den Verkehrssektor, und dafür sei er zuständig, nicht mit anderen Dingen verknüpfen.

Bulc sprach von einem sehr konstruktiven Ansatz, der in die richtige Richtung gehe. Natürlich gebe es im Verhältnis noch mehrere schwierige Felder. Aber es sei wichtig, eine Lösung zu finden.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne