EU-Sozialkommissarin Thyssen drängt auf Lohnsteigerungen

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich bei der Präsentation ihrer jährlichen Analyse zum Europäischen Semester erfreut über den anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gezeigt. Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission, forderte gleichzeitig, dass die Staaten noch robuster gegen allfällige Krisen werden. EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen verlangte Lohnsteigerungen für die Beschäftigten.

Thyssen erklärte am Mittwoch, "die Löhne steigen nicht so sehr, wie wir uns das erwartet hätten". Die Kommission behalte das im Auge. Natürlich müsse man auch auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft Bedacht nehmen und bei Lohnerhöhungen aufpassen, "aber wir weisen auch auf Möglichkeiten für Lohnsteigerungen hin. Das ist jetzt so ein Zeitpunkt".

Zufrieden zeigte sich Thyssen, dass zuletzt auch Griechenland und Italien Mindestlöhne eingeführt haben. Diese seien ein Fortschritt auch im Sinn der Solidarität.

In Hinblick auf die Lage in Italien und die Auswirkungen auf das Budget nach den Wahlen sowie die Zeit bis zur Regierungsbildung gaben sich Dombrovskis und EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici entspannt. "Wir wissen, dass eine Regierung in der Zwischenzeit nicht die Vollmacht hat, einen Haushalt auszuarbeiten, der sich auf die neue Regierung auswirkt. In so einem Fall würden wir das 'no policy change'-Szenario akzeptieren", also eine vorläufige Fortschreibung, sagte Dombrovskis.

Moscovici sagte, natürlich werde die Kommission die Lage nach den Wahlen in Italien bei ihrer internen Planung berücksichtigen. "Wir wissen, was geschieht, wenn es eine Regierung gibt und was, wenn es keine gibt."

Frankfurt/Wien (APA/Reuters) - Der Ausverkauf an den internationalen Börsen frisst die bisherigen Jahres-Zugewinne auch bei den US-Indizes auf: Der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq-Composite notieren allesamt unter ihren Schlussständen von Ende 2017. Der Dax und der EuroStoxx50 sind schon länger im negativen Bereich. Ihr bisheriges Jahresminus beläuft sich auf über 14 beziehungsweise elf Prozent.
 

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Dow, S&P und Nasdaq geben Jahres-Zugewinne komplett ab

Dornbirn/Jennersdorf (APA) - Der Leuchtenhersteller Zumtobel schließt die Produktion seiner Komponententochter Tridonic in Jennersdorf im Burgenland. Mit der Reduktion des Personalstands werde ab März 2019 begonnen, bis November 2019 werden rund 90 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte das Unternehmen Dienstagnachmittag mit.
 

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Zumtobel schließt Produktion in Jennersdorf: 90 Mitarbeiter betroffen

Frankfurt (APA/awp/sda/Reuters) - Die EZB-Aufsicht will Banken wegen Geldwäsche stärker unter die Lupe nehmen. Unter anderem werde ein Anti-Geldwäsche-Büro errichtet, kündigte die oberste EZB-Bankenaufseherin, Daniele Nouy, am Dienstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments an.
 

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EZB plant stärkere Koordinierung im Kampf gegen Geldwäsche