EU-Sozialkommissarin Thyssen drängt auf Lohnsteigerungen

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich bei der Präsentation ihrer jährlichen Analyse zum Europäischen Semester erfreut über den anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gezeigt. Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission, forderte gleichzeitig, dass die Staaten noch robuster gegen allfällige Krisen werden. EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen verlangte Lohnsteigerungen für die Beschäftigten.

Thyssen erklärte am Mittwoch, "die Löhne steigen nicht so sehr, wie wir uns das erwartet hätten". Die Kommission behalte das im Auge. Natürlich müsse man auch auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft Bedacht nehmen und bei Lohnerhöhungen aufpassen, "aber wir weisen auch auf Möglichkeiten für Lohnsteigerungen hin. Das ist jetzt so ein Zeitpunkt".

Zufrieden zeigte sich Thyssen, dass zuletzt auch Griechenland und Italien Mindestlöhne eingeführt haben. Diese seien ein Fortschritt auch im Sinn der Solidarität.

In Hinblick auf die Lage in Italien und die Auswirkungen auf das Budget nach den Wahlen sowie die Zeit bis zur Regierungsbildung gaben sich Dombrovskis und EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici entspannt. "Wir wissen, dass eine Regierung in der Zwischenzeit nicht die Vollmacht hat, einen Haushalt auszuarbeiten, der sich auf die neue Regierung auswirkt. In so einem Fall würden wir das 'no policy change'-Szenario akzeptieren", also eine vorläufige Fortschreibung, sagte Dombrovskis.

Moscovici sagte, natürlich werde die Kommission die Lage nach den Wahlen in Italien bei ihrer internen Planung berücksichtigen. "Wir wissen, was geschieht, wenn es eine Regierung gibt und was, wenn es keine gibt."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte