EU soll besser vor Cyber-Attacken geschützt werden

Brüssel/Berlin (APA/dpa) - Vor der Präsentation der Brüsseler Pläne zum Schutz vor Cyberattacken sind erste Details bekannt geworden. Um Computer gegen Hackerattacken zu wappnen, soll die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) zu einer umfassenden Cyber- und Datensicherheitsbehörde ausgebaut werden, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Freitag) berichtet.

Alle relevanten Institutionen in den EU-Staaten sowie die europäische Polizeibehörde Europol sollen über eine neue Plattform Informationen untereinander austauschen. Einzelheiten will die EU-Kommission am kommenden Dienstag im Detail vorstellen.

Cyberattacken "bedrohen nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch das Funktionieren unserer Demokratien, unserer Freiheiten und unserer Werte", heißt es in dem Entwurf des Cyber- und Datensicherheitspakets, das der Zeitung eigenen Angaben zufolge vorliegt. 2016 habe es weltweit 4000 Cyber-Angriffsversuche pro Tag gegeben - ein Anstieg von 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Mai habe die schädliche Software WannaCry mehr als 230.000 Computer in 150 Ländern infiziert. Dateien auf den Rechnern wurden verschlüsselt, nur gegen Zahlung eines Lösegelds sollten die Daten wieder lesbar gemacht werden.

Europol wertete den Angriff als ein noch nie da gewesenes Ereignis. Die EU-Kommission schätzt den Schaden solcher Attacken unter Berufung auf Europol allein in der EU auf 265 Milliarden Euro im Jahr, wie es heißt. Deshalb soll es im Fall eines Cyberangriffs künftig einen Notfall-Fonds geben.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union als zentrales Vorhaben angekündigt, die EU besser gegen Cyberattacken zu schützen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro