EU-Rechnungsprüfer mahnen mehr Effizienz beim Klimaschutz ein

Luxemburg/EU-weit (APA/dpa) - Beim Klimaschutz muss die EU nach einer Analyse des Europäischen Rechnungshofs schneller und effizienter handeln, um ihre Ziele für 2030 und 2050 zu erreichen. Ab 2020 müsse jedes Jahr die Hälfte mehr schädliches Treibhausgas eingespart werden als bisher, danach müsse die Rate bis Mitte des Jahrhunderts sogar drei bis vier Mal höher liegen, heißt es in dem Dienstag veröffentlichten Bericht.

Die Rechnungsprüfer monieren insgesamt in der Energie- und Klimapolitik zu hohe Kosten sowie Investitionshemmnisse. Kosteneffizienz sei vor allem bei Energiesparmaßnahmen regelmäßig ein Problem. Bei Atomprojekten seien erhebliche Kostenzuwächse und Verzögerungen festzustellen. Im Verkehr gehe der Übergang zu Fahrzeugen mit wenig Kohlendioxid-Ausstoß nicht schnell genug, monieren die Prüfer. In ihre Analyse hatten sie 269 bereits vorhandene Einzelberichte der EU und der Mitgliedsländer einbezogen und Ergebnisse zusammen getragen.

Die EU hat eine drastische Senkung der Klimagase versprochen, die für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden: Bis 2020 sollen sie um 20 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen, bis 2030 dann schon um 40 Prozent, bis 2050 um 80 bis 95 Prozent. Weltweit gilt das Ziel, die globale Erwärmung im Schnitt bei weniger als zwei Grad zu stoppen - im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

Die Rechnungsprüfer fordern auch zusätzliche Maßnahmen, um sich für die schon nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels zu wappnen. Denn selbst der Durchschnittswert von zwei Grad plus in Europa brächte erhebliche Veränderungen: "Im Zeitraum 2071-2100 könnten die Wintertemperaturen in einigen Teilen Skandinaviens im Vergleich zum Zeitraum 1961-1990 um durchschnittlich fünf bis acht Grad Celsius ansteigen." Auch die Sommertemperaturen würden deutlich steigen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro