EU-Rechnungsprüfer: Österreich droht Finanzkorrektur wegen Almflächen

Brüssel (APA) - Österreich drohen nach Worten des österreichischen Vertreters im EU-Rechnungshof, Oskar Herics, wegen bestehender Mängel seiner Almflächen wieder Finanzkorrekturen seitens der EU. "Sie könnten im zweistelligen Millionenbereich liegen", erklärte Herics am Donnerstag anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts des EU-Rechnungshofes in Brüssel.

Herics verwies laut Aussendung auf den 2016 veröffentlichten Sonderbericht, in dem Österreichs Almflächen geprüft wurden. Diesen Bericht wickle die EU-Kommission gerade ab.

Aktuell prüft der Europäische Rechnungshof nach Angaben von Herics von der EU mit 23,4 Milliarden Euro geförderte Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekte. Darunter befinde sich auch die Strecke München-Verona mit dem Brenner Basistunnel. Schon jetzt könne gesagt werden, so Herics, "dass der Ausbau der grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsstrecke für lange ein nationaler Fleckerlteppich bleibt". Für Österreich bedeute dies, so der EU-Rechnungsprüfer: "Damit rückt auch die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene in die ferne Zukunft."

Erstmals seit 22 Jahren gibt der EU-Rechnunghof für die EU-Zahlungen im Jahr 2016 ein eingeschränktes - und kein negatives - Prüfurteil ab. Demnach ging die Fehlerquote mit 3,1 Prozent erneut zurück, 2015 betrug sie 3,8 Prozent. Herics führt dies auf die laufende Kontrolltätigkeit des Europäischen Rechnungshofes zurück. Die Hälfte der Ausgaben weise aber eine für den Steuerzahler nach wie vor inakzeptable Fehlerquote auf. Außerdem reiche vorschriftsgemäßes Ausgeben von EU-Mitteln nicht aus. Daher werde sich der EU-Rechnungshof stärker auf Wirtschaftlichkeitsprüfungen konzentrieren, sagte Herics.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro