EU verzeichnete 2015 mehr als 2000 unsichere Produkte

Brüssel - Die EU hat 2015 insgesamt 2072 Warnmeldungen wegen gefährlicher Spielzeuge, Textilien, Elektrogeräte, Fahrzeuge und Kinderartikel registriert. EU-Justizkommissarin Vera Jourva erklärte am Montag bei der Präsentation des Jahresberichts 2015 des europaweiten Schnellwarnsystems für unsichere Produkte (RAPEX), dass sich die Situation gegenüber 2014 leicht verbessert habe.

Weiterhin kommen die meisten unsicheren Produkte mit 62 Prozent aus China. Die Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden hat Priorität für die EU und erfolgt über ein Schnellwarnsystem. Jede Meldung über ein Erzeugnis mit Ursprung in China wird den dortigen Behörden übermittelt, damit sie den Hersteller direkt kontaktieren können, wenn diese Wirtschaftsteilnehmer ausfindig gemacht werden können.

Bis heute hat China mehr als 11.500 Mitteilungen nachverfolgt und konnte in 3748 Fällen Abhilfemaßnahmen treffen.

Insgesamt wurden in der EU im Vorjahr 2745 Folgemaßnahmen registriert. Jourova erklärte, das Schnellwarnsystem habe dazu beigetragen, rasche Reaktionen der Verbraucherschutzbehörden zu koordinieren und gefährliche Produkte in ganz Europa vom Markt zu nehmen. Sie werde im Juni nach China reisen, um in Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden die Produktsicherheit erhöhen zu können.

Mehr als 65 Prozent der Europäer kaufen Produkte online, und die Anzahl dieser Käufer ist zwischen 2006 und 2015 um 27 Prozent gestiegen.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen