EU sagt Plastiksackerln den Kampf an

EU-weit/Wien (APA/dpa) - Die Europäische Union (EU) sagt den Plastiksackerln den Kampf an. Um die Zahl der umweltschädlichen Einwegtüten zu senken, dürfen die EU-Staaten künftig die Beutel besteuern oder national sogar verbieten. Das beschlossen die EU-Minister am Montag in Brüssel und segneten die schon länger debattierten Pläne damit endgültig ab.

Zudem sollen sich die Staaten konkrete Ziele setzen, damit die Menschen ihre Einkäufe nicht mehr so häufig in Plastiktaschen nach Hause tragen. Jeder Bürger in Europa soll bis Ende 2025 im Schnitt nur noch 40 Beutel verbrauchen - im Jahr 2010 waren es noch 176 Einwegsackerln. Nicht betroffen von dem Vorhaben sind robuste Mehrfachsackerln oder extrem dünne Säckchen, die für Obst und Gemüse gebraucht werden. Die Pläne treten 20 Tage nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft, was in den nächsten Tagen erwartet wird. Plastikabfall verschmutzt unter anderem die Weltmeere und gefährdet Tiere.

Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hatte bereits im Dezember des Vorjahres ein verstärktes nationales Vorgehen angekündigt. Sein Ziel sei, mit einer Branchenvereinbarung bis 2019 die Zahl der pro Kopf verbrauchten dünnen Sackerln auf 25 zu halbieren. Überdies soll 2018 das Verbot der Gratisabgabe dieser Einwegbeutel kommen.

(Forts. mögl.) af

APA0303 2015-03-02/13:25

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