EU-Umweltausschuss stimmte für Begrenzung von Plastiksackerln

Straßburg - Die Pläne zur Reduzierung des Plastiksackerl-Verbrauchs haben nun auch ausdrücklich Unterstützung aus dem Europaparlament. Der Umweltausschuss stimmte am Montagabend in Straßburg mit großer Mehrheit dafür - bei drei Enthaltungen votierten 60 Abgeordnete für die Pläne. Gegenstimmen gab es keine.

Um den Verbrauch leichter Einwegsackerl zu reduzieren, sollen die Staaten der Europäischen Union künftig Steuern oder Gebühren erheben oder Ziele zur Verminderung beschließen. Auch nationale Verbote wären möglich. Jeder Bürger in Europa soll bis Ende 2025 im Durchschnitt noch 40 Beutel verbrauchen. Das entspricht einer Minderung um knapp 80 Prozent gegenüber 2010. Robuste Mehrfachsackerl wären ebenso wie extrem dünne Obst- und Gemüsebeutel nicht betroffen.

Der deutlich niedrigere Verbrauch soll vor allem der Umwelt helfen. Plastik ist extrem langlebig. Es kann Hunderte Jahren dauern, bis Beutel sich zersetzen. Darunter leiden insbesondere Meerestiere. Über die Nahrungskette können winzige Teile auch in den Menschen gelangen.

Endgültig beschlossen ist das Gesetzesvorhaben indes noch nicht. Sowohl das Plenum des Parlaments als auch Minister der EU-Staaten müssen noch zustimmen - mit Schwierigkeiten wird aber nicht gerechnet. Bis zum Frühjahr dürfte dies geschehen sein.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"