EU-Parlament stärkt Verbraucherschutz bei Online-Einkäufen

EU-weit (APA) - Das EU-Parlament hat den Verbraucherschutz bei Online-Einkäufen gestärkt. Die Straßburger Abgeordneten nahmen am Dienstag mit breiter Mehrheit eine Verordnung an, die die Befugnisse der nationalen Behörden erweitert, um gegen Verstöße gegen Konsumentenrechte vorgehen zu können.

Durch die Änderung werden die Behörden ermächtigt, Informationen von Registrierungsstellen für Domainnamen und Banken zur Identifizierung von unseriösen Geschäftemachern anzufordern. Sie dürfen künftig auch Testkäufe von Waren oder Dienstleistungen durchführen, selbst wenn diese anonym erfolgen. Die nationalen Stellen dürfen außerdem Warnhinweise oder die Sperre von Websites anordnen, wenn ihnen keine anderen wirksamen Mittel zur Verfügung stehen. Auch Geldstrafen oder Zwangsgelder dürfen sie verhängen.

"Es ist kein Wunder, dass derzeit nur rund 15 Prozent der Kunden online in einem anderen EU-Land einkaufen. Wenn die Untersuchung der EU-Kommission ergibt, dass 37 Prozent der Anbieter gegen Verbraucherrecht verstoßen, dann ermuntert das nicht gerade dazu, im Internet einzukaufen", sagte ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas. "Die beschlossene Stärkung der Konsumentenrechte im Online-Handel wird vielen Betrügern die Geschäftsgrundlage entziehen und das Vertrauen der Bürger in den Binnenmarkt auf diesem Gebiet stärken." Die EU-Staaten müssen den Änderungen noch formal zustimmen.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

Newsticker

Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

Newsticker

Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

Newsticker

Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch