EU-Landwirtschaftsminister beraten über Russland-Importverbot

Brüssel (APA) - Die EU-Agrarminister beraten am Montag in Brüssel erneut über das russische Importverbot für Lebensmittel aus Europa. Mehrere EU-Länder plädieren für Stützungsmaßnahmen der EU bei Schweinefleisch, hieß es am Freitag in Ratskreisen. Auch im Milchbereich sollte die EU-Kommission sämtliche entsprechende Möglichkeiten prüfen, lautet eine österreichische Forderung.

Ende März fallen die Milchquoten in der EU. Angesichts fallender Preise werden von der EU-Kommission zusätzliche Maßnahmen wie private Lagerhaltung gegen die Russland-Sanktionen verlangt. Die Abschaffung der "Superabgabe" für die Überlieferung der Milchquote oder eine Reduktion der Strafen über die "Fettkorrektur" war im Vorjahr am Widerstand mehrerer EU-Staaten gescheitert. Nun gibt es seitens Österreichs den Wunsch, dass die Einnahmen aus der "Superabgabe" im EU-Budget wieder dem Milchsektor zugutekommen sollen.

Die Landwirtschaftsminister reden auch über das Arbeitsprogramm der lettischen EU-Ratspräsidentschaft. So muss etwa innerhalb dieses Halbjahres ein Kompromiss zur Bio-Verordnung gefunden werden. Andernfalls zieht die EU-Kommission ihren entsprechenden Vorschlag zurück. Die EU-Kommission hatte die Streichung einer Reihe von Ausnahmen, etwa den Einsatz von nicht-biologischen Futtermitteln vorgeschlagen, was mehrere EU-Staaten, darunter auch Österreich, angesichts des Wachstums in dem Sektor ablehnen.

Ein weiterer Schwerpunkt unter lettischem EU-Vorsitz ist die von EU-Agrarkommissar Phil Hogan angestrebte Vereinfachung der komplexen und bürokratisch aufwendigen EU-Agrarbestimmungen. Hogan wolle von den EU-Staaten Vorschläge dafür bekommen, hieß es. Italien will bei dem Treffen der EU-Agrarminister auch über den Preisverfall am Zuckermarkt reden. Die Zuckerquoten laufen in der EU 2017 aus.

Die Fischereiminister wollen am Montag einen für mehrere Fischarten gültigen Plan für die Ostsee auf den Weg bringen. Er sieht eine Bandbreite und keine festen Fanggrößen mehr vor, was mehr Flexibilität angesichts des Klimawandels und wechselnder Bestände garantieren soll. Österreich wird bei dem EU-Ministerrat auf Botschafterebene vertreten sein.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte