EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.

"Wenn die USA über Handelserleichterungen reden möchten, dann sind wir offen - aber nicht unter irgendwelchen Drohungen", fügte er mit Blick auf das von den USA gesetzte Ultimatum zum 1. Juni hinzu.

Katainen sagte, es sei zu früh für eine Beurteilung, ob die amerikanisch-chinesische Grundsatzeinigung zur Reduzierung des US-Handelsdefizits Auswirkungen auf die EU habe. Man warte auf die Details. Aber die EU werde nicht akzeptieren, dass ein Abkommen zulasten Dritter oder des freien Welthandels geschlossen werde. Er verwies auf bevorstehende Handelsgespräche zwischen der EU und China, das sich wie die Europäer zum Multilateralismus auch beim Handel bekenne.

Die EU habe vor US-Präsident Donald Trump bereits mit den USA über ein erweitertes transatlantisches Handelsabkommen verhandelt, erinnerte Katainen. "Dies liegt nun im Eisfach." Wenn die Amerikaner darauf zurückkommen wollten, seien die Europäer jederzeit dazu bereit. Katainen warf Trump vor, nicht nur in Handelsfragen, sondern auch bei der Kündigung des Atomabkommens mit Iran im Alleingang vorzugehen. Dabei wisse jeder, dass das Abkommen zwar nicht ideal, "aber besser als nichts" sei. Die EU könne nicht akzeptieren, dass die USA nun auch noch drohten, europäische Firmen für deren Iran-Geschäfte zu bestrafen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro