EU-Kommission will Risikokapital für Start-ups verdoppeln

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will Start-up- und Scale-up-Unternehmen stärker mit Risikokapital unterstützen. EU-Kommissionsvize Jyrki Katainen stellte am Dienstag in Brüssel das Programm "VentureEU" vor, mit dem das derzeit verfügbare Risikokapital in Europa verdoppelt werden soll.

Konkret sollen sechs Fonds mit 410 Mio. Euro aus dem EU-Haushalt unterstützt werden, um eine geschätzte Investitionssumme von 2,1 Mrd. Euro von privaten und öffentlichen Investoren aufzubringen. Dieses Risikokapital soll weitere neue Investitionen in innovative Start-ups und Scale-up-Unternehmen in Europa im Umfang von 6,5 Mrd. Euro auslösen - eine Verdoppelung des bisher im Umlauf befindlichen Risikokapitals.

Bei den sechs Fonds für "VentureEU" handelt es sich um Aberdeen Standard Investments, Axon Partners Group, Isomer Capital, LGT, Lombard Odier Asset Management und Schroder Adveq. Die Mittel aus dem EU-Haushalt sollen folgendermaßen aufgebracht werden: 200 Mio. Euro kommen aus dem EU-Forschungsprogramm "Horizon 2020", 105 Mio. Euro aus dem COSME-EU-Programm für Klein- und Mittelbetriebe, und weitere 105 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI/Juncker-Fonds).

Die Initiative könnte bereits 2019 zu ersten Ergebnissen führen, erwartet die EU-Kommission. Die EU-Behörde rechnet, dass rund 1.500 Start-up- und Scale-up-Unternehmen Zugang zu dem EU-Risikokapital erhalten werden.

Derzeit seien die europäischen Risikokapitalfonds nicht groß genug, um große Investoren anzuziehen. "Beim Risikokapital kommt es auf die Größe an", sagte Katainen. In Europa hätten solche Fonds eine durchschnittliche Größe von 56 Mio. Euro, in den USA seien sie im Durchschnitt dreimal so groß. Außerdem seien die europäischen Märkte fragmentiert mit wenig grenzüberschreitenden Investitionen.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden