EU-Kommission will nachhaltige Investments stärker unterstützen

Brüssel (APA/dpa) - Grüne und nachhaltige Geldanlagen könnten nach Ansicht der EU-Kommission künftig stärker gefördert werden. Auf der Grundlage eines am Mittwoch veröffentlichten Expertenberichts wolle sie in den kommenden Wochen konkrete Ideen auf den Tisch legen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Ziel ist, dass im Finanzsektor stärkere Anreize für Investitionen geschaffen werden, die unter anderem zum Erreichen der EU-Klimaziele und der Senkung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes beitragen können.

"Der Finanzsektor muss eine zentrale Rolle dabei spielen, eine nachhaltige Zukunft zu schaffen", meinte der zuständige EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis mit Blick auf Investoren, Banken und Wertpapierfirmen.

Die EU-Kommission hatte die sogenannte Hochrangige Expertengruppe für nachhaltige Finanzen 2016 eingesetzt. Sie setzt sich etwa aus Vertretern aus Wissenschaft, Finanzbranche und Zivilgesellschaft zusammen. In dem Bericht empfiehlt die Gruppe nun unter anderem ein EU-Siegel für grüne Investmentfonds. Finanzprodukte könnten künftig nach ihrer Nachhaltigkeit eingestuft werden. Für Investoren könnten zudem striktere Vorgaben gelten. Die Empfehlungen sind für die EU-Kommission nicht bindend.

"Um unsere Ziele der Paris-Vereinbarung zu erreichen, braucht es nichts weniger, als eine Transformation unseres gesamten Finanzsystems, seiner Kultur und seiner Anreize", sagte Dombrovskis. Die EU will ihre Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent verglichen zu 1990 senken und so Zusagen aus dem Pariser-Klimaabkommen von 2015 umsetzen.

Die Reaktionen auf die Ideen fielen gemischt aus. "Einheitliche Standards und Labels für grüne und nachhaltige Finanzprodukte werden die Transparenz für die Investoren erhöhen", erklärte Georg Baur vom Bundesverband Öffentlicher Banken.

"Bei einem Investment dürfen nicht die guten Absichten über dem Risiko stehen", warnte der CSU-Finanzexperte im Europaparlament, Markus Ferber. "Bislang war bei Finanzaufsicht, Bankenregulierung und Verbraucherschutz das Risiko des Geschäftsmodells stets das zentrale Thema - das war auch eine Lehre aus der Krise. Wenn nun alles der Förderung der Nachhaltigkeit untergeordnet werden muss, ist das das Rezept für die nächste Blase."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro