EU-Kommission will europäisch gedeckte Schuldverschreibungen

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission drängt auf eine weitere Stärkung der Kapitalmärkte und hat am Montag europäische gedeckte Schuldverschreibungen vorgeschlagen. Damit könnten Kreditnehmer in der EU jährliche Einsparungen bis zu 1,9 Mrd. Euro erzielen. Erst vergangene Woche hatte die Brüsseler Behörde die Stärkung von Crowdfunding und die Förderung "grüner" Finanzprodukte verlangt.

Zudem soll der grenzüberschreitende Vertrieb von Investmentfonds einfacher, schneller und kostengünstiger gemacht werden.

Mit ausstehenden Beträgen in Höhe von 2.100 Milliarden Euro zähle der Markt für gedeckte Schuldverschreibungen derzeit zu den größten Schuldverschreibungsmärkten in der EU. Die europäischen Banken seien weltweit führend auf diesem Markt, der in vielen EU-Mitgliedstaaten eine wichtige langfristige Finanzierungsquelle darstelle.

Gedeckte Schuldverschreibungen sind Finanzinstrumente, die durch einen Pool an Krediten besichert sind. Ihr Vorteil besteht in der kostengünstigen Art der Finanzierung und darin, dass sie besonders sicher sind. Der EU-Markt ist jedoch nach wie vor entlang der nationalen Grenzen fragmentiert, mit Unterschieden zwischen den einzelnen Staaten. Die vorgeschlagenen Vorschriften zielen darauf ab, die Verwendung gedeckter Schuldverschreibungen als stabile und kostengünstige Finanzierungsquelle für Kreditinstitute auszubauen, insbesondere auf weniger entwickelten Märkten.

Außerdem sollen sie den Anlegern ein breiteres und sichereres Spektrum an Anlagemöglichkeiten bieten. Gleichzeitig sollen damit die Fremdkapitalkosten für die Wirtschaft insgesamt gesenkt werden. Nach Schätzungen der Kommission könnten sich die jährlichen Einsparungen für die Kreditnehmer in der EU auf insgesamt 1,5 bis 1,9 Mrd. Euro belaufen.

Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis sagte, wenn bis 2019 eine echte Kapitalmarktunion in Europa verwirklicht werden solle, gelte es Fortschritte in drei Bereichen zu erzielen. Das europäische Gütesiegel und Pässe für Finanzprodukte, Harmonisierung und Vereinfachung der Vorschriften im Hinblick auf eine Vertiefung der Kapitalmärkte sowie kohärentere und wirksamere Aufsicht.

EU-Justiz- und Konsumentenschutzkommissarin Vera Jourova meinte, die neuen Vorschriften würden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu Finanzierungsquellen erleichtern und grenzüberschreitende Investitionen fördern. "Wir wollen Rechtssicherheit schaffen und rechtliche Risiken bei der grenzüberschreitenden Übertragung von Forderungen sowie bei Rechtsgeschäften, die für die KMU-Finanzierung wichtig sind, beseitigen."

Außerdem gelte es, den grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds einfacher, schneller und kostengünstiger zu machen. Die Brüsseler Behörde verweist darauf, dass der EU-Markt für Investmentfonds ein Volumen von 14.300 Milliarden Euro hat. Sein Potenzial sei aber noch nicht voll ausgeschöpft. Nur drei Prozent der alternativen Investmentfonds seien für den Vertrieb in mehr als drei EU-Staaten registriert. Hier gelte es, regulatorische Hindernisse für den grenzüberschreitenden Vertrieb auszuräumen.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach