EU-Kommission - Verhandlungen mit Athen bislang ergebnislos

Die Verhandlungen zwischen den internationalen Geldgebern und der griechischen Regierung über neue Reformvorschläge gehen nach Angaben der EU-Kommission weiter. Bisher habe man aber keine Einigung erzielt, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Dienstag. EU-Ratspräsident Tusk sieht "keinen Durchbruch vor Ostern".

Seit Freitag gebe es "konstruktive Gespräche". Das Ziel sei es, sich auf eine umfangreiche und verlässliche Reformliste zu verständigen. "Der Ball liegt im Feld der griechischen Behörden", fügte die Sprecherin hinzu. Am Mittwoch solle sich die Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister über den Stand der Dinge austauschen.

Zuvor hatte es von griechischer Seite geheißen, dass die sogenannte "Brüssel-Gruppe" ihre Gespräche ohne Einigung beendet habe. Es habe aber deutliche Fortschritte gegeben. In Brüssel sprechen Vertreter der griechischer Regierung auf politischer Ebene mit EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), während in Athen Experten der drei Institutionen Daten sammeln, um die Finanzlage des von der Staatspleite bedrohten Landes beurteilen zu können.

"Keinen Durchbruch vor Ostern"

EU-Ratspräsident Donald Tusk sieht hingegen frühestens in der kommenden Woche eine Einigung. Die Bewertung der als Voraussetzung für neue Hilfen verlangten Reformpläne sei "sehr komplex, sagte der Pole am Dienstag am Rande eines Treffens mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy in Madrid.

"Ich sehe keinen Durchbruch vor Ostern." Gleichzeitig machte Tusk klar, dass Griechenland nach Einschätzung der EU nicht unmittelbar vor einer Staatspleite steht. "Ich denke, wir können heute sagen, dass die Situation in Griechenland unter Kontrolle ist", sagte der Ratspräsident. Er hoffe, dass es bis Ende April eine Einigung über neue Hilfen gebe. "Das Wichtigste, was wir heute brauchen, sind Klarstellungen von der griechischen Seite zu allen politischen und wirtschaftlichen Plänen", erklärte Tusk. Für die Geldgeber könne er versichern, dass sie guten Willens seien.

Rom (APA) - Italien will im Haushaltsstreit mit der EU von seinen Schuldenplänen nicht abweichen. Die Haushaltsziele für das kommende Jahr änderten sich nicht, bekräftigte Vize-Premierminister Matteo Salvini am Mittwoch. "Wir machen keinen Schritt zurück. Wir bewegen uns um keinen Millimeter", sagte der Lega-Chef.
 

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Rom bleibt im Haushaltsstreit hart: "Keinen Schritt zurück"

Miami/Düsseldorf (APA/Reuters) - Autonome Fahrzeuge, die Lebensmittel-Käufe selbstständig beim Kunden abliefern: Der Auto-Gigant Ford, der Handelsriese Wal-Mart und der Zustelldienst Postmates arbeiten an einem entsprechenden Pilotprojekt. Tests würden in der US-Großstadt Miami beginnen, teilte Ford am Mittwoch mit.
 

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Ford und Wal-Mart arbeiten an autonomem Lieferdienst für Lebensmittel

Wien (APA) - Bei der Entwicklung der Einkommen steht Österreich im europäischen Vergleich nicht so schlecht da wie es auf den ersten Blick scheint. Pro Kopf stagniert das Jahreseinkommen seit 2010 zwar, in Stundenlöhnen gemessen gibt es aber einen Anstieg zu sehen, sind sich Experten der Wirtschaftskammer (WKO), des Instituts für Höhere Studien (IHS) sowie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) einig.
 

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Einkommen der Österreicher stagniert pro Kopf, steigt aber pro Stunde