EU-Kommission fordert von Spanien Nachbessern beim Defizit 2016

Brüssel - Die EU-Kommission fordert Spanien zu einer Reduktion des Haushaltsdefizits für 2016 auf. Der vorliegende Plan Spaniens sehe für heuer einen Abgang von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf, für 2016 ein Absinken auf 3,5 Prozent. Die Brüsseler Behörde forderte Spanien auf, den Reformkurs beizubehalten und einen überarbeiteten Budgetplan vorzulegen, der dem Stabilitätspakt entspreche.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, forderte Madrid zu einer verantwortungsvollen Fiskalpolitik auf. Zwar könne es bei einer Fortsetzung der Steuereinkommens-wirksamen Tendenzen ein besseres Gesamtergebnis geben, doch seien auch Risiken gegeben. So fehle es an konkreten Daten zu den Regionen.

Dombrovskis konzedierte gleichzeitig, dass sich die wirtschaftliche Lage in Spanien stabilisiert habe. In den vergangenen drei Jahren habe es eine Kehrtwende gegeben, von der auch der Bankensektor erfasst sei. Die Wettbewerbsfähigkeit habe erhöht werden können. Die Korrektur von Ungleichheiten müsse allerdings noch stärker in Angriff genommen werden. Positiv sei, dass die Arbeitslosigkeit seit 2013 deutlich zurückgegangen sei.

Spanien muss nun einen aktualisierten Entwurf nach der Regierungsbildung vorlegen. Madrid hatte angesichts der im Dezember stattfindenden Wahlen die Haushaltsplanung bereits am 11. September vorgelegt. Ursprünglich müsste er bis 15. Oktober eingereicht werden. Nach dem ursprünglichen Plan hätte Spanien 2015 sein Budgetdefizit auf 4,2 Prozent und 2016 auf 2,8 Prozent absinken sollen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker