EU-Kommission erfreut über bestes Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich Mittwoch bei der Präsentation ihrer Empfehlungen zu den Budgetentwürfen der Staaten für 2018 im Rahmen des Europäischen Semesters positiv über die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici jubelte über das beste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren. Das durchschnittliche Defizit im Euroraum werde 2018 weniger als ein Prozent betragen.

2010 sei das durchschnittliche Defizit im Euroraum noch bei sechs Prozent gelegen. Allerdings seien in manchen Ländern die Schuldenstände noch zu hoch, um genügend Investitionen für die Zukunft zu tätigen. Diese Staaten sollten die aktuelle Gelegenheit nutzen, ihre öffentlichen Finanzen auch in struktureller Hinsicht zu stärken, so Moscovici.

Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis unterstrich ebenfalls, die günstige Konjunktur zu nutzen, um die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zu vollenden. Die Kommission werde in den nächsten Monaten weitere Vorschläge zur Stärkung der WWU vorlegen.

EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen freute sich darüber, dass die Europäische Säule der sozialen Rechte im aktuellen Europäischen Semester schon in die Praxis umgesetzt wurde. Der Beschäftigungsbericht zeige anhaltende Verbesserungen am Arbeitsmarkt. So seien seit Amtsantritt der derzeitigen Kommission rund acht Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Arbeitslosenquote sei weiter zurückgegangen und im September bei 7,5 Prozent in der EU gelegen. Dies ist der niedrigste Stand seit 2008. Allerdings wurde bemängelt, dass die Erholung am Arbeitsmarkt nicht mit steigenden Löhnen einhergehe. In einer Reihe von EU-Staaten seien die verfügbaren Einkommen noch immer niedriger als vor der Krise.

Zur Eurozone empfiehlt die Kommission einen weitgehend neutralen finanzpolitischen Kurs. Wesentlich sei, die Bekämpfung aggressiver Steuerplanung zu intensivieren. Schließlich tritt die Kommission in ihrer Stellungnahme neuerlich für die Vollendung der Bankenunion ein inklusive einer Risikoreduzierung und Risikoteilung bei der Einlagensicherung.

Wien (APA) - Der Frequentis-Konzern hat im Jahr 2017 seinen Gewinn (nach Steuern) von 9,2 Mio. auf 10,7 Mio. Euro gesteigert. Das auf sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme spezialisierte Wiener IT-Unternehmen erzielte 266,9 Mio. Euro Umsatz, nach 241,2 Mio. Euro im Jahr 2016. Dies geht aus der heute Dienstag veröffentlichten Konzern-Bilanz im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor.
 

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Frequentis steigerte 2017 Gewinn und Umsatz

Linz (APA) - In der Affäre um liegen gebliebene Akten im Linzer Magistrat hat das Kontrollamt nun seinen Bericht vorgelegt, wie die Stadt am Dienstag berichtete. Es macht u.a. "Defizite in der organisatorischen, personellen und strategischen Führungsarbeit" für die Misere verantwortlich. Die entstandene Schieflage sei lange Zeit "von allen Beteiligten des Geschäftsbereiches völlig falsch eingeschätzt" worden.
 

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Linzer Aktenaffäre: Kontrollamt sieht Defizite in Führungsarbeit

Paris (APA/dpa) - Ein neuer Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs hat auch für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Wegen eines Streikaufrufs für Fluglotsen waren die Airlines am Dienstag dazu aufgerufen, an drei großen Flughäfen jeweils jeden fünften Flug zu streichen, wie Frankreichs zivile Luftfahrtbehörde bestätigte.
 

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Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs bringt Flugausfälle