EU-Kommission: Einzige Frist für Griechenland ist Ende Juni

Brüssel - Für das hoch verschuldete Griechenland gibt es nach Angaben der EU-Kommission nur eine einzige Frist, nämlich Ende Juni, wenn das derzeit laufende zweite Rettungsprogramm endet. Eine Sprecherin der EU-Behörde betonte am Montag in Brüssel, es sei nicht Aufgabe der EU-Kommission, andere Fristen zu setzen.

Insidern zufolge wurde eine von der griechischen Regierung selbst gesteckte Frist einer Einigung am Sonntag offenbar verfehlt. Griechenland muss am 5. Juni eine IWF-Kredittranche bedienen. Deshalb hatte die Regierung in Athen auf eine Einigung vor diesem Datum gesetzt.

Die EU-Kommissionssprecherin schloss nicht aus, dass sich die Eurogruppe vor dem nächsten planmäßigen Treffen der Euro-Finanzminister am 18. Juni trifft. Sollte es erforderlich sein, wäre die Eurogruppe auch zu einem früheren Treffen bereit, sagte die Sprecherin. Die EU-Kommission habe wiederholt ihre Rolle als Vermittlerin in dem Schuldenstreit betont.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker noch am Montag aller Voraussicht nach die griechische Schuldenkrise erörtern. Griechenland könne am Rande des Dreier-Treffens in Berlin am Abend Thema sei, sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert. Es werde aber nicht das Hauptthema sein.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden