EU-Justizrat einigt sich auf Standpunkt zur Insolvenzrichtlinie

Luxemburg (APA) - Die EU-Justizminister haben sich am Donnerstag in Luxemburg auf einen Standpunkt zur Insolvenzrichtlinie geeinigt. Die Richtlinie zielt darauf ab, lebensfähigen Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten die Restrukturierung zu einem früheren Zeitpunkt zu erlauben und somit eine Insolvenz zu verhindern. Dadurch "schaffen wir Arbeitsplätze", hatte Justizminister Josef Moser (ÖVP) betont.

Bei jährlich etwa 200.000 Insolvenzen in der EU würden bis zu 1,7 Millionen Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren. Das soll verhindert werden, indem wir "Unternehmen eine zweite Chance geben", so Moser vor Beginn der Ratssitzung. Daher unterstütze der Rat diese neue Gesetzgebung, "mit Adaptionen, um sicherzustellen, dass auch die bereits existierenden und gut funktionierenden Systeme in den Mitgliedstaaten berücksichtigt werden", betonte der Justizminister.

Seriösen zahlungsunfähigen Unternehmen solle durch erhöhte Effizienz bei der Restrukturierung, der Insolvenz und bei Entlastungsverfahren geholfen werden, teilte der Rat in einer Aussendung mit. Die Position des Rates beinhalte alle Kernelemente des ursprünglichen Kommissionsvorschlages, biete den EU-Staaten aber mehr Flexibilität bei der Umsetzung in nationale Rechtsprechung, etwa bei der Frage, ab wann die Beteiligung von Richtern verpflichtend sei.

Auch sei die Dauer diverser Durchsetzungsmaßnahmen in der Position des Rates flexibler als beim Kommissionsvorschlag, der hierfür maximal vier Monate vorgesehen hatte, teilte der Rat mit. Ebenso würde den EU-Staaten nun mehr Flexibilität bei der Festlegung von vorherigen Evaluierungen von Unternehmen sowie beim Gläubigerschutz zugestanden.

Nun könnten die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament starten, um eine Einigung bis Anfang des Jahres 2019 zu erzielen, teilte der Rat mit. Das Ziel von Rat, Kommission und Parlament sei es, eine Einigung noch vor den Europäischen Wahlen Ende Mai 2019 zu erzielen.

New York (APA/Reuters) - Die Erfolgsserie der großen Wall-Street-Banken hält an. Nachdem zuletzt bereits zahlreiche US-Institute glänzen konnten, standen ihnen am Dienstag Goldman Sachs und Morgan Stanley mit ihren Quartalsergebnissen in nichts nach. Allerdings litten alle US-Institute unter dem vergleichsweise schwachen Handel an den globalen Anleihemärkten im Sommer.
 

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Goldman Sachs und Morgan Stanley können glänzen

Peking (APA/dpa) - Nach langer Eiszeit geht China wieder auf Norwegen zu. Bei einem Besuch des norwegischen Königspaares in China sind am Dienstag 25 Wirtschaftsabkommen und mehrere politische Vereinbarungen unterzeichnet worden. Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping empfing König Harald und Königin Sonja in Peking an der Großen Halle des Volkes mit militärischen Ehren.
 

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Norwegisches Königspaar besucht China: Wirtschaftsabkommen besiegelt

Wien (APA) - Die Bestellung eines Taxis erfolgt immer öfter via App. Das geht aus einer Umfrage zum Mobilitätsverhalten und Taxinutzung der Wiener Bevölkerung hervor, die der General Manager von mytaxi Österreich und Deutschland, Alexander Mönch, und die Geschäftsführerin von mytaxi Austria, Sarah Lomboj, heute, Dienstag, im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten.
 

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Erst 10,7 Prozent der Wiener bestellen Taxi mit App