EU-Gipfel will Frist für Dublin-Reform bis Mitte 2018 setzen

Brüssel (APA) - Der EU-Gipfel Donnerstag in Brüssel will angesichts der schleppenden Verhandlungen über eine Dublin-Reform eine Frist bis Mitte 2018 setzen. In EU-Ratskreisen hieß es am Dienstag, generell sollten die Staats- und Regierungschefs in strittigen Fragen mehr Kompetenzen übernehmen und die Dinge beschleunigen. Dies könnte auch auf die Digitalsteuer zutreffen, bei der die Länder bisher uneins sind.

EU-Ratspräsident Donald Tusk will in diesem Zusammenhang auch häufigere Gipfeltreffen haben. Dabei könnte ähnlich wie beim November-Gipfel in Göteborg zu Sozialfragen ein wesentliches Thema angegangen werden. Dies sei auch deswegen möglich, weil es trotz des Schocks über das britische Austrittsreferendum vor mehr als einem Jahr gelungen sei, eine stärkere Einigkeit der 27 herzustellen. Das Risiko der Spaltung und die Angst seien überwinden. Das Bewusstsein, trotz Konflikten in einigen Bereichen Lösungen finden zu können, sei vorhanden.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker