EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.

Er bestätigte damit einen Reuters-Bericht vom Dienstag. Die Namen oder die Zahl der Banken, für die die in der Branche unter dem Schlagwort MREL bekannten Puffer gelten, nannte der SRB nicht. Die Kapitallücke bei einer Auswahl von 76 Banken schätzte er auf 117 Mrd. Euro.

Die Puffer bestehen aus Fremdkapital, also zumeist Anleihen, die in einer Krise herangezogen werden können, um Verluste aufzufangen: entweder, indem sie abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt werden. Nach dem Recht von Nicht-EU-Staaten aufgenommenes Fremdkapital werde als Puffer nur dann angerechnet werden, wenn eine Bank darlegen kann, dass es im Krisenfall einfach abgeschrieben oder umgewandelt werden kann, erklärte der SRB. Damit würden nach dem Brexit möglicherweise Anleihen, die nach britischem Recht begeben wurden, nicht mehr anerkannt. Durch die Puffer soll verhindert werden, dass die Steuerzahler bei einer Krise zur Kasse gebeten werden.

Experten schätzen, dass die betroffenen Institute zwischen 186 und 276 Mrd. Euro frische Mittel aufnehmen müssen. Der SRB ist für insgesamt 142 Banken zuständig. Für die kleineren unter ihnen sollen die MREL-Ziele später festgelegt werden. Für weltweit systemrelevante Häuser wie die Deutsche Bank, UniCredit und BNP Paribas gelten sie schon von 2019 an.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne