EU-Gericht stärkt Verbraucherrechte bei Flugpreisen im Internet

Preisangaben zu Flugverbindungen müssen bei Online-Buchungen in der Europäischen Union auf einen Blick erkennbar sein. Dies entschied der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) am Donnerstag und schmetterte damit eine Revisionsklage von Air Berlin vor dem Bundesgerichtshof ab.

Fluglinien müssen bei Online-Buchungen von Flügen alle Preise von Anfang an als Endpreis anzeigen. Es ist damit unzulässig, Buchungsgebühren, Steuern oder Kerosinzuschläge erst bei Abschluss einer Buchung anzuzeigen, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem am Donnerstag verkündeten Urteil entschied. Das gelte nicht nur für den vom Kunden ausgewählten Flug, sondern auch für alternative Verbindungen.

Die Portale müssen demnach jeden dargestellten Preis als Endpreis angeben, nicht nur den Preis des Fluges, den ein Kunde ausgewählt hat. (Az. C-573/13)

Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hatte den Streit zwischen der Niki-Mutter Air Berlin und dem Verbraucherzentralen Bundesverband dem EuGH zur Entscheidung vorgelegt. Die Praxis des Billigfliegers, Endpreise erst unmittelbar vor einer Buchung anzuzeigen, wertete Luxemburg nun als Verstoß gegen das Gebot der Preistransparenz. Kunden müssten Preis verschiedener Airlines effektiv vergleichen können, heißt es im Urteil.

Air Berlin hat nach Aussagen einer Sprecherin die Preisanzeige bei Buchungen bereits im Laufe des Gerichtsverfahrens geändert. Für Kunden ändere sich durch das Urteil daher nichts.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte