EU-Frühjahrsprognose: Erstmals in Eurozone alle unter 3-%-Defizit

Brüssel (APA) - EU-Währungskommissar Pierre Moscovici hat bei der Präsentation der Frühjahrsprognose am Donnerstag betont, dass "erstmals seit Bestehen der Wirtschafts- und Währungsunion 1999 alle Mitgliedsländer der Eurozone unter dem 3-Prozent-Defizitziel" liegen. Moscovici jubelte, dass "alle Indikatoren wirklich leuchtend grün sind".

Die Schlüsselbotschaft sei, dass "die europäische Wirtschaft robust und sehr gesund" sei. Probleme, die auftauchen könnten, seien in erster Linie Risiken externer Natur. Dabei führte er die Finanzvolatilität, steigende Zinsen in den USA und vor allem die Handelsprobleme angesichts der US-amerikanischen Strafzölle an. Bei letzterem sagte der Kommissar, die EU wünsche keine Eskalation. Aber Protektionismus sei keine Lösung.

Angesprochen auf Spanien, wo die Regierung eine Digitalsteuer plant, um damit das Pensionssystem stärker finanziell abzusichern, zeigte sich Moscovici zuversichtlich. Das spanische Modell der Digitalsteuer "ist nahe an dem, was die Kommission als Modell vorschlägt. Aber wir möchten natürlich lieber einen europäischen Ansatz haben und sind nicht so sehr für einzelstaatliche Vorgehensweisen". Gleichzeitig zeige die Entschiedenheit, die Spanien hier an den Tag lege, dass das Land ein großer Unterstützer des Kommissionsvorschlags zur Digitalsteuer sei. "Ich denke, damit ebnen wir den Weg hin zu einer europäischen Digitalsteuer".

Befragt, ob er Neuwahlen in Italien als Problem für die Wirtschaft des Landes ansehe, beantwortete Moscovici so: "Also jetzt soll ich mich nicht nur zu Wahlen äußern, sondern zu Ergebnissen von Wahlen, die noch nicht stattgefunden haben und auf die Möglichkeit, ob Neuwahlen stattfinden könnten. Da überschätzen Sie mich. Ich kann darauf nicht reagieren. Ich bin auch kein Italiener".

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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