EU-Einigung auf neue Pkw-Abgastests unwahrscheinlich

Brüssel - Die EU-Staaten einigen sich Insidern zufolge am Mittwoch wohl noch nicht auf die Details für schärfere Abgastests bei Pkw. Die Positionen der einzelnen Länder lagen laut Reuters vorliegenden Dokumenten vor einem Expertentreffen in Brüssel noch zu weit auseinander. Damit muss vermutlich der EU-Ministerrat über das Thema entscheiden. Wann das sein könnte, ist derzeit offen.

Das Thema hat in Brüssel durch den Abgasskandal bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen neue Brisanz erhalten. Im Kern geht es darum, inwieweit Messwerte unter realen Straßenbedingungen von denen im Labor abweichen dürfen. Nach dem Willen der EU-Kommission sollten die Straßenmesswerte bei Stickstoffoxiden die vorgeschriebene Grenze von 80 Milligramm pro Kilometer um 60 Prozent gegenüber den Laborergebnissen überschreiten dürfen. Später soll dieser Abstand auf 20 Prozent fallen. EU-Vertretern zufolge sprechen sich Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien für einen größeren Spielraum bei den Tests aus, während Dänemark möglichst strikte Regeln will.

Mit der Einführung von Abgastests auf der Straße sollen in der EU ab 2017 realistischere Ergebnisse erzielt werden. Volkswagen hatte eingeräumt, mit dem Einbau einer Abschaltsoftware die Emissionswerte von Diesel-Autos bei Labortests manipuliert zu haben.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht